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Die Organisationsstruktur ist das Rückgrat jedes Unternehmens. Sie bestimmt die tägliche Arbeitsorganisation und die Kommunikation unter den Teams. Aber findet man die ideale Organisationsstruktur für das eigene Unternehmen?

In diesem Artikel stellen wir dir die vier wichtigsten Organisationsformen vor, besprechen ihre Vor- und Nachteile und finden heraus, wie du die beste Form für euch findest.

Was ist eine Organisationsstruktur?

Die Organisationsstruktur beschreibt, wie die Aktivitäten im Unternehmen orchestriert werden. Dazu gehören die Zuweisung von Rollen und Zuständigkeiten, der Kommunikationsfluss und die Zusammenarbeit zwischen den Bereichen. Vom Startup bis zum Weltkonzern gilt: Eine klare Struktur optimiert die internen Abläufe, gibt Gewissheit und ermöglicht es, gemeinsam auf ein Ziel hinzuarbeiten.

Warum ist die Organisationsstruktur wichtig?

Wie dein Unternehmen aufgebaut ist, beeinflusst alles – von der Entscheidungsfreude bis zur Motivation. Die richtige Struktur fördert die Produktivität, verbessert die Kommunikation und steigert die Effizienz. Umgekehrt behindert eine falsche Struktur Entscheidungsprozesse, blockiert die Kommunikation und frustriert Mitarbeiter:innen.

The vier Arten der Organisationsstruktur:

Von den zahlreichen Möglichkeit, ein Unternehmen im Detail zu strukturieren, fallen die meisten in eine von vier Kategorien: funktional, divisional, Matrix oder flach-hierarchisch. Jede Struktur hat Vor- und Nachteile. Welche die richtige für dein Unternehmen ist, hängt von Faktoren wie Unternehmensgröße, Ziele und Branche ab.

1. Funktionale Struktur

Bei der funktionalen Struktur ist ein Unternehmen in Funktionsbereiche gegliedert, also z. B. in Abteilungen wie Marketing, Vertrieb, Finanzen oder Personal. Dieser traditionelle Ansatz findet weite Verbreitung sowohl in Konzernen als auch im Mittelstand.

  • Vorteil: Die funktionale Struktur spiegelt die Funktionen bzw. Spezialisierungen der Teams wider. Die Mitarbeiter:innen konzentrieren sich bei dieser Struktur auf strikt auf ihre speziellen Aufgaben, die sie fachkundig und effizient erledigen. Jede Abteilung hat eine eigene Leitung mit klar definierten Zuständigkeiten und Verantwortungsbereichen.
  • Nachteile: Kommunikation und Zusammenarbeit können leiden, wenn Abteilungen isoliert arbeiten. Typische Informationssilos sind die Folge – man teilt sich nicht genug mit und bezieht die anderen nicht ein.

Eine funktionale Struktur eignet sich für spezialisierte Funktionsbereiche mit klarem Zuständigkeitsbereich. Dies trifft meist auf größere Unternehmen zu.

2. Divisionale Struktur

In einer divisionalen Struktur ist das Unternehmen nach Produkten, Märkten oder geografischen Standorten gegliedert. Dies erlaubt unabhängiges Arbeiten, da sich jede Einheit nur auf ein Produkt oder einen Markt konzentrieren kann.

  • Vorteile: Divisionale Strukturen sind sehr flexibel. Jede Abteilung kann schnell auf die spezifischen Umstände ihres Markts oder ihrer Produktlinie reagieren. Darüber hinaus fördert diese Organisationsform die Eigenverantwortung, da jede Abteilung fast wie ein eigenes Unternehmen funktioniert.
  • Nachteile: Der Ansatz kann sehr viel Aufwand verursachen, da Funktionen mehrfach besetzt werden. Bei mangelnder Koordination kann dies Ineffizienzen begünstigen.

Die divisionale Struktur eignet sich am besten für Großunternehmen mit vielen verschiedenen Produktlinien, die in diversen präsent sind.

3. Matrixstruktur

Die Matrixstruktur vereint den funktionalen und den divisionalen Ansatz. Die Mitarbeiter:innen haben mehrere Vorgesetzte, zuständig für den jeweiligen Funktionsbereich bzw. das jeweilige Produkt oder Projekt. So entsteht ein Geflecht von Beziehungen, das funktionsübergreifendes Zusammenarbeiten ermöglicht und fördert.

  • Vorteile: Die Matrixstruktur begünstigt Zusammenarbeit und Flexibilität. Mitarbeiter:innen arbeiten in unterschiedlichen Produkten und Projekten, befinden sich aber funktional immer noch in der eigenen Abteilung.
  • Nachteile: Eine Gefahr ist überbordende Komplexität. Mitarbeiter:innen können widersprüchliche Anweisungen von ihren Vorgesetzten erhalten, mit negativen Folgen für Abläufe und Resultate.

Die Matrixstruktur eignet sich am besten für Unternehmen, die hohen Wert auf enge Zusammenarbeit zwischen den Abteilungen legen oder gleichzeitig an mehreren Projekten arbeiten.

4. Flach-hierarchische Struktur

Die sogenannte „Flatarchy“ ist eine Mischung aus flach und hierarchisch. Sie ist typisch für Startups und innovative Unternehmen mit kurzen Entscheidungswegen und hoher individueller Verantwortung.

  • Vorteile: Der größte Vorteil dieser Struktur liegt in ihrer Agilität. Wenige Managementebenen sorgen für kurze Entscheidungswege und geben Mitarbeiter:innen größere Freiheit für Initiativen und innovative Lösungen.
  • Nachteile: Ohne aufmerksame Führung kann diese Organisationsform jedoch in Unordnung abgleiten. Bei Abwesenheit klarer Vorgaben können Entscheidungen schwerfallen und Zuständigkeitsgrenzen verwässern.

Die Flatarchy eignet sich am besten für Startups und Unternehmen mit hohen Anforderungen an Geschwindigkeit und Innovation, die wenig Wert auf traditionelle Hierarchien legen.

Unterschiedliche Organigramme

Sehen wir uns nun die vier Organisationsstrukturen im Organigramm an. Organigramme eignen sich zur Darstellung des Aufbaus von Unternehmen, weil sie Berichtswege und Kommunikationsfluss klar abbilden.

Zu den gängigen Organigrammen gehören:

1. Hierarchisches Organigramm

Das hierarchische Organigramm ist die traditionellste Form der Darstellung und zeigt eine Pyramidenstruktur mit klaren Linien von den Führungs- zu den Mitarbeiterebenen.

2. Divisionales Organigramm

Diese Darstellung zeigt das Unternehmen aufgegliedert nach Produkt, Markt oder Region. Es und bildet die Teilunabhängigkeit der einzelnen Abteilungen ab.

3. Matrix-Organigramm

Diese Darstellung zeigt ein Geflecht aus Berichtswegen zwischen Mitarbeiter:innen und Vorgesetzten. Sie bildet funktionsübergreifende Beziehungen im Unternehmen ab.

4. Flaches Organigramm

Hier ist der informelle Ansatz deutlich abgebildet. Mit wenigen Managementebenen ist die Struktur deutlich horizontaler ausgeprägt als in anderen Darstellungen.

Das Organigramm zeigt den Mitarbeiter:innen ihren Platz im Unternehmen, kennzeichnet Berichtswege und verbessert die allgemeine Kommunikation.

So wählst du die beste Organisationsstruktur für dein Unternehmen

Die Wahl der richtigen Struktur setzt voraus, dass du weißt, was dein Unternehmen braucht und wohin es hin will. Wir zeigen dir hier Schritt für Schritt, wie du diese Entscheidung triffst.

1. Unternehmensgröße und Wachstumsphase

Ist dein Unternehmen ein Startup oder eine größere, etablierte Firma? Größere Unternehmen profitieren meist von einer formelleren, also funktionalen oder divisionalen Struktur. Für kleinere und Startups ist die Flexibilität einer flachen Hierarchie häufig besser.

2. Geschäftsziele

Hängt dein Unternehmen von Innovationen und schnellen Entscheidungen ab oder benötigt es Stabilität und klare Linienverantwortung? Moderne, innovative Unternehmen tendieren häufig zu matrixartigen oder flachen Hierarchien. Ist hingegen Stabilität gefordert, sind funktionale oder divisionale Strukturen meist besser geeignet.

3. Teamdynamik

Braucht es in deinem Unternehmen einen hohen Grad an Zusammenarbeit zwischen Abteilungen oder können/sollen Teams unabhängig agieren? Wenn Zusammenarbeit wichtig ist, empfiehlt sich die Matrix.

4. Kommunikation

Komplexe Hierarchien können Entscheidungswege verlängern und Kommunikation behindern. Ist Tempo gefragt, empfiehlt sich eine flache Struktur. Falls hingegen klare Berichtswege wichtiger sind, solltest du ein hierarchisches Modell bevorzugen.

5. Zukunftsplanung

Die gewählte Organisationsstruktur sollte mit deinem Unternehmen wachsen können, denn du wirst flexibel auf neue Chancen und Probleme reagieren müssen.

Organisationsstrukturen für Remote-Arbeit

Für remote ausgerichtete Unternehmen eignen sich flache Hierarchien oft besser, da hier Rollen und Kommunikation meist flexibler gestaltet sind. Remote-Teams sind auf klare Kommunikationskanäle und effiziente Tools für die Zusammenarbeit angewiesen.

Bei Hybridmodellen kann die Einbindung diverser Anforderungen von Präsenz- und Remote-Mitarbeiter:innen die Personalführung verkomplizieren. Möglicherweise müssen traditionelle Strukturen überdacht werden, damit die nötige Transparenz, Rollenzuständigkeit und Inklusion in Remote- und Präsenz-Teams gewährleistet werden kann.

Strukturiere dein Unternehmen mit Remote

Mit der richtigen Organisationsstruktur kannst du das gesamte Potenzial deines Unternehmens abrufen. Ermittle also zuerst, was dein Unternehmen braucht – egal, ob ihr eine effiziente funktionale Struktur möchtet, eine flexible divisionale Organisation oder eine agile, flache Hierarchie. Bedenke auch, dass sich dein Unternehmen verändern wird – und damit auch die Anforderungen an die Organisationsstruktur.

Du möchtest über internationale Beschäftigungstrends auf dem Laufenden bleiben? Dann lade unseren Global Workforce Report herunter. Hier erfährst du direkt von den HR-Spezialist:innen führender Unternehmen, was die Zukunft der Arbeit weltweit prägen wird, damit du dein Unternehmen entsprechend ausrichten kannst.

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