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Jetzt ist es also so weit: Du hast dich für die Selbstständigkeit entschieden. Du freust dich, bist aber auch etwas verunsichert.

Natürlich ist es großartig, sich seine Kunden und Aufträge selbst aussuchen zu können. Aber was ist mit den Verträgen, der Bezahlung, den Steuern und allen rechtlichen Vorschriften, um die du dich nun selbst kümmern musst?

Dieser Artikel enthält alles Wichtige zu deinen Rechten, Pflichten und Verantwortlichkeiten als Selbstständige:r sowie Informationen darüber, wie du dich schützen und die Beziehungen zu deinen Kunden managen kannst.

Neugierig geworden? Lies weiter.

Was sind selbstständige Auftragnehmer:innen überhaupt?

Als selbstständige Auftragnehmer:innen bezeichnet man (natürliche oder juristische) Personen, die auf Grundlage eines Vertrags Leistungen für einen Auftraggeber erbringen. Im Unterschied zu Angestellten beziehen Selbstständige kein Gehalt, erhalten von ihren Auftraggebern keine Benefits wie Krankenversicherung oder Altersvorsorge und sind in den meisten Fällen selbst für ihre Steuern, Sozialabgaben und Arbeitsgeräte zuständig.

Es gibt unterschiedliche Arten von Auftragnehmer:innen:

  • Arbeitnehmerähnliche Selbstständige erbringen Leistungen für ein Unternehmen, ohne jedoch angestellt zu sein.
  • Sub- oder Nachunternehmer: Einzelpersonen oder Unternehmen, an die ein:e Auftragnehmer:in Teile eines größeren Auftrags abgibt.
  • Freelancer:innen oder Freiberufler:innen: Einzelpersonen, die auf Projektbasis meist für mehrere Auftraggeber arbeiten, häufig in kreativen und technischen Branchen.

Welche Rechte und Pflichten haben selbstständige Auftragnehmer:innen?

Wenn du deine Rechten und Pflichten als selbstständige:r Auftragnehmer:in nicht kennst, riskierst du Missverständnisse, die sich im Laufe der Zeit zu richtigen Problemen auswachsen können.

Ein Beispiel: Einige Auftragnehmer:innen gehen davon aus, dass sie Arbeit ohne Zustimmung ihres Kunden weitervergeben können, und einige Kunden glauben, dass sie einen Vertrag ohne jede Konsequenz einfach jederzeit kündigen können. Beides kann schwerwiegende rechtliche und finanzielle Folgen haben. Diese Themen werden meistens im Vertrag mit dem Unternehmen festgehalten.

Beide Parteien – Auftragnehmer:innen und Auftraggeber – sind daher gut beraten, den Vertag vor der Unterschrift aufmerksam durchzulesen. Stelle sicher, dass alle Rahmenbedingungen geklärt sind: Zuständigkeiten, Fristen und Termine, Zahlungsbedingungen und alle weiteren wichtigen Details.

Ein weiterer wichtiger Punkt ist der Beschäftigungsstatus: Aus dem Vertrag mit deinem Kunden muss klar hervorgehen, dass kein Angestelltenverhältnis besteht. Scheinselbstständigkeit ist ein reales Risiko mit potenziell existenzbedrohenden Konsequenzen – für dich und deinen Kunden –, von Strafen und Bußgeldern bis zur Ausreise, wenn du im Ausland arbeitest. Du musst deinen Status verstehen und sicherstellen, dass er im Vertrag genau definiert wird.

Sehen wir uns das genauer an.

Warum der Dienstleistungsvertrag wichtig ist

Als Auftragnehmer:in musst du selbst sicherstellen, dass du alle Bedingungen eines Vertrags verstehst und deine Rechte gewahrt werden.

Ein Vertrag mit einem Auftraggeber dient als Rahmen eurer gegenseitigen Erwartungen. Ihr legt darin alles Wichtige fest – den Gegenstand deiner Arbeit, deine Rolle, die Zahlungsbedingungen, Fristen, was mit geistigen Eigentumsrechten geschieht, Vertraulichkeit und mehr. Am Ende schützt ein guter Vertrag sowohl dich als auch deine Kunden, weil ihr beide wisst, was ihr voneinander verlangen könnt.

Natürlich muss dieser Vertrag schriftlich erstellt werden, um durchsetzbar zu sein. Die genaue Ausgestaltung richtet sich nach Art der Arbeit, der Branche und den lokalen Gesetzen. Das Wichtige aber ist, dass beide Parteien von Anfang an wissen, welche Bedingungen gelten.

Bei umfangreichen Projekten mit hohen Geldbeträgen empfiehlt sich eine Rechtsberatung. Anwält:innen können den Vertrag prüfen, eventuelle Risiken aufzeigen und sicherstellen, dass er gegen keine Gesetze verstößt. Eine gute Rechtsberatung hilft Auftragnehmer:in und Auftraggeber, ihre Interessen zu schützen und langfristige Probleme zu vermeiden.

Eine einfachere Lösung sind rechtssichere Vertragsvorlagen von Anbietern wie Remote. Sie werden von Rechtsexpert:innen geprüft und bieten dir und deinem Auftraggeber Rechtssicherheit, egal wo du arbeitest.

Worin Auftragnehmer:innen und Angestellte sich unterscheiden

Die Abgrenzung zwischen selbstständigen Auftragnehmer:innen und Angestellten ist ein zentrales Element des Arbeitsrechts. Sie wirkt sich auf alles von deinen Rechten bis hin zur Steuer aus. Auch deine Kunden müssen wissen, was Selbstständige und Angestellte unterscheidet.

Als Grundregel gilt: Selbstständige Auftragnehmer:innen werden mit kurzfristigen Projekten beauftragt und für das Ergebnis bezahlt. Sie entscheiden selbst, wie sie die Arbeit erledigen. Sie haben weitreichende Freiheiten, bestimmen selbst, wann und wo sie arbeiten, und nutzen dafür ihre eigenen Arbeitsgeräte. Kurz: Auftragnehmer:innen führen in Eigenregie spezifische Aufträge aus.

Angestellte sind hingegen weisungsgebunden. Ihre Arbeitsausführung unterliegt der Kontrolle durch ihren Arbeitgeber. Er kann ihnen vorschreiben, wie und wann sie die Arbeit ausführen müssen, und stellt die dafür erforderlichen Geräte und Ressourcen bereit. Angestellte sind Teil der Unternehmensstruktur und an interne Regeln und Richtlinien gebunden.

Das Einkommen von Auftragnehmer:innen ist auftrags- und leistungsabhängig und kann signifikant schwanken. Im Unterschied dazu erhalten Angestellte in der Regel unabhängig von der Auftragslage des Unternehmens eine feste regelmäßige Bezahlung – ihr Gehalt.

Der wesentliche Unterscheidungsfaktor ist die Weisungsgebundenheit. Wenn ein Unternehmen maßgeblich kontrolliert, wann und wie eine Arbeit durchgeführt, wird die entsprechende Arbeitskraft wahrscheinlich als Mitarbeiter:in eingestuft. Wenn die Arbeitskraft hingegen alles selbst bestimmen kann, ist sie eher eine selbstständige Auftragnehmerin.

Die korrekte Klassifizierung des Arbeitsverhältnisses ist wichtig für Steuerfragen und um mögliche Rechtsprobleme zu vermeiden. Falschklassifizierungen können Strafen, Bußgelder sowie aufwendige Gerichtsverfahren nach sich ziehen.

Sowohl Auftragnehmer:in als auch Auftraggeber sollten sich daher eingehend mit den Klassifizierungskriterien beschäftigen und sich bei Bedarf rechtlich beraten lassen.

Eine einfache, sichere und kostengünstige Alternative ist das Contractor Management von Remote, mit dem Unternehmen überall auf der Welt mit Auftragnehmer:innen arbeiten können. Unsere Expert:innen für Arbeitsrecht helfen global tätigen Unternehmen bei der Abgrenzung zwischen Angestellten und Selbstständigen und gewährleisten die Einhaltung aller relevanten Arbeits- und Steuergesetze.

Welche Rechte haben selbstständige Auftragnehmer:innen?

Selbstständige Auftragnehmer:innen haben bestimmte Rechte, die ihre Unabhängigkeit schützen und ihre professionellen Beziehungen zu ihren Kunden definieren. Dazu gehören:

Vertragsrechte

Viele Rechte und Pflichten werden im Vertrag mit dem Kunden definiert. Dazu zählen beispielsweise Fristen und Termine, Leistungsumfang, Zahlungsbedingungen und Vertraulichkeitsvereinbarungen.

Selbstständige Auftragnehmer:innen haben das Recht zu entscheiden, wie, wann und wo sie ihre Leistungen erbringen. Im Unterschied zu Angestellten, die den Regeln und der Aufsicht des Arbeitgebers unterworfen sind, können sie die Umstände der Auftragsausführung im vertraglich vereinbarten Rahmen selbst bestimmen.

Einer der großen Vorteile der Selbstständigkeit ist die Möglichkeit, gleichzeitig für mehrere Auftraggeber zu arbeiten, sofern im Vertrag nichts anderes festgelegt ist.

Recht auf Verhandlung

Selbstständige Auftragnehmer:innen können Auftragsbedingungen wie Honorar, Termine und Umfang selbst aushandeln Darüber hinaus haben sie das Recht, Arbeiten abzulehnen, die über den vereinbarten Umfang hinausgehen oder unangemessene Forderungen darstellen.

Recht auf Vergütung

Selbstständige Auftragnehmer:innen haben Anspruch auf die zeitgerechte Bezahlung ihrer erbrachten Leistungen.  Die Vergütung erfolgt meist pro Projekt oder anhand einer im Voraus festgelegten Honorarstruktur und nur selten in Form eines Stundenlohns. Der Vertrag sollte die Zahlungsbedingungen wie Betrag, Häufigkeit und Zahlungsmethode enthalten. Sollte ein Kunde die vereinbarten Zahlungsbedingungen nicht einhalten, kann die Zahlung möglicherweise eingeklagt werden.

Recht auf Beendigung der Zusammenarbeit

Selbstständige Auftragnehmer:innen können den Vertrag mit einem Kunden gemäß der vereinbarten Bedingungen kündigen. Sollte der Kunde gegen den Vertrag verstoßen, indem er etwa nicht rechtzeitig bezahlt, können Auftragnehmer:innen die Arbeit für ihn beenden.

Rechte am geistigen Eigentum

Es kommt häufig vor, dass Auftragnehmer:innen im Rahmen ihrer Leistungen geistiges Eigentum schaffen. Wem dieses gehört, wird meistens im Dienstleistungsvertrag festgelegt. Wenn der Übergang der geistigen Eigentumsrechte an den Auftraggeber nicht explizit festgelegt ist, verbleiben sie unter Umständen bei den Auftragnehmer:innen.

Pflichten von selbstständigen Auftragnehmer:innen

Als Auftragnehmer:in hast du nicht nur Rechte, sondern auch Pflichten gegenüber deinen Auftraggebern. Nimm sie ernst, damit dein Business wachsen kann und deine Kunden zufrieden sind. Einige wesentliche Pflichten sind:

Auftragserfüllung: Eine deiner wichtigsten Verpflichtungen ist die Erbringung der vertraglich vereinbarten Leistungen. Das bedeutet, dass du den Auftrag gemäß den Projektanforderungen pünktlich und in angemessener Qualität erfüllst.

Steuern: Als Selbstständige:r musst du dich selbst um deiner Steuern und Sozialabgaben kümmern. Achte darauf, Geld speziell für deine Einkommens- und in einigen Fällen auch für die Gewerbesteuer zur Seite zu legen. Ein Steuerberater oder spezialisierte Buchhaltungs- und Steuersoftware können dir dabei helfen.

Rechnungen: Um bezahlt zu werden, musst du Rechnungen ausstellen. Sie müssen korrekt und übersichtlich sein, die erbrachten Leistungen auflisten und die vereinbarten Zahlungsbedingungen enthalten. Auch eventuelle Ausgaben, die dein Auftraggeber vorab genehmigt hat, gehören auf die Rechnung.

Vertraulichkeit: Viele Vereinbarung enthalten eine Geheimhaltungsklausel, die dich zu Stillschweigen über sensible Informationen verpflichtet, die du vom Auftraggeber erhältst. Das können Kundendaten, Unternehmensstrategien, Produktdesigns und vieles mehr sein.

Einhaltung von Gesetzen: Als Auftragnehmer:in musst du das geltende Recht einhalten, einschließlich Gewerbeanmeldung, Genehmigungen und Branchenrichtlinien. Wenn du zum Beispiel im Kreativsektor arbeitest, darfst du nicht gegen das Urheberrecht oder die geistigen Eigentumsrechte anderer verstoßen.

Kommunikation mit Kunden: Die klare und offene Kommunikation mit deinen Kunden ist extrem wichtig. Kläre Bedenken und Zweifel frühzeitig und dokumentiere die gesamte Projektkommunikation. Das hilft, Konflikte zu vermeiden, und schützt deine Interessen im Falle eines Streits.​

Auf dem Sprung in die Selbstständigkeit? Remote hilft dir.

Selbstständige Auftragnehmer:innen müssen hohe professionelle Standards einhalten, gesetzlichen Verpflichtungen nachkommen und ihre Verträge erfüllen. Ihre Kunden müssen ihre Autonomie respektieren und die pünktliche Bezahlung sicherstellen. Ein solider, sorgfältig ausgearbeiteter Vertrag ist wichtig, um die beidseitigen Erwartungen klar zu definieren und beide Parteien im Streitfall abzusichern.

Gerade am Anfang deiner selbstständigen Tätigkeit solltest du dich über deine Rechten, Pflichten und Verantwortlichkeiten informieren, um ein erfolgreiches Business aufzubauen. Schütze dich mit soliden Verträgen, verwalte deine Finanzen sorgfältig und pflege eine offene Kommunikation mit deinen Kunden. So schaffst du die Grundlage für deinen Erfolg und baust gute professionelle Beziehungen zu deinen Kunden auf.

Wenn du noch Zweifel hast oder dich unsicher fühlst, ist Remotes Freelancer Hub ein guter Anfang. Auf unserer intuitiven, einfach zu verwendenden Plattform kannst du deine Kunden verwalten, lokal angepasste Verträge erstellen und Rechnungen ausstellen.

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