Globaler Life-Work-Balance‑Index 2025

Wünschen Sie sich eine ausgewogenere Life‑Work‑Balance? Erfahren Sie, welche Länder 2025 weltweit als Vorbild gelten.

Weshalb die führenden Länder in puncto Life‑Work‑Balance hervorstechen

Im Jahr 2025 umfasst Life‑Work‑Balance weit mehr als die reine Einteilung von Zeit. Ökonomische, technologische und gesellschaftliche Einflüsse formen grosse Teile der globalen Erwerbsbevölkerung, weshalb das Gleichgewicht zwischen privatem und beruflichem Leben stärker in den Mittelpunkt rücken muss. Aufbauend auf Remotes umfassender Studie aus 2023 legen wir auch 2025 unseren Jahresbericht vor, um die zunehmende Bedeutung der Life‑Work‑Balance zu dokumentieren und jene Länder hervorzuheben, die vorangehen – ebenso wie jene, die noch Nachholbedarf haben. Unser Index 2025 zeigt sowohl konstante Spitzenreiter als auch Staaten mit starken Verbesserungen oder Rückschritten. Die Top‑Ten zeichnen sich dadurch aus, dass sie Aspekte wie Freizeitausgleich und faire Bezahlung besonders berücksichtigen. Planen Sie 2025 einen Auslandsumzug? Erfahren Sie, welche Länder die beste Life‑Work‑Balance bieten.

Die besten Länder für Life‑Work‑Balance 2025

Wir bewerteten zentrale arbeitsbezogene Kriterien — etwa gesetzliche Urlaubstage, Zugang zur Gesundheitsversorgung, öffentliche Sicherheit sowie die durchschnittlichen Wochenarbeitsstunden — und vergaben jedem der 60 wirtschaftlich stärksten Staaten der Welt eine Gesamtnote für Life‑Work‑Balance von 0 bis 100. Diese zehn Länder erzielten die höchsten Werte.

RankCountry & Capital CityEU Region2025 Country PopulationIndex Score / 100Statutory annual leaveMinimum statutory sick pay percentagePaid maternity leave and payment rateMinimum wageHealthcare systemHappiness indexAverage hours per week per employed personLGBTQ+ InclusivitySafety: Global Peace Index RankingMimimum wage (local currency per hour unless otherwise stated)
1
Oceania
5,251,900
86.59
20 11
80 - 100%
26 100
16.42
Universal government-funded health system
6.95
33.00
75
1.32
$23.50
2
Europe
5,308,040
81.17
20 10
70 - 100%
26 70
13.96
Universal government-funded health system
6.89
34.30
72
1.12
EUR 13.50
3
Europe
11,758,600
75.91
20 10
80 - 100%
15 75
14.58
Public insurance system
6.91
34.10
74
1.51
€12.33
4
Europe
84,075,100
74.37
20 9
80 - 100%
14 100
15.16
Public-private social insurance system
6.75
33.20
81
1.54
€12.82
5
Europe
5,623,070
74.20
25 10
80 - 100%
49 100
0.00
Universal government-funded health system
7.26
32.60
87
1.64
0.00
6
Europe
6,002,510
73.76
25 10
80 - 100%
18 100
0.00
Universal government-funded health system
7.52
32.50
80
1.38
0.00
7
Americas
40,126,700
72.89
10 5
80 - 100%
18 55
11.60
Universal government-funded health system
6.80
35.20
78
1.45
$17.75
8
Oceania
26,974,000
71.53
20 8
80 - 100%
12 National Minimum Wage
18.12
Public-private insurance system
6.97
32.29
75
1.54
$24.95
9
Europe
5,623,330
71.42
24 14
80 - 100%
15 80
0.00
Universal government-funded health system
7.74
33.80
74
1.47
0.00
10
Europe
47,890,000
70.53
23 8
Less than 60% of wages
16 100
8.39
Universal government-funded health system
6.47
36.30
83
1.60
€1,184 per month
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1. Neuseeland

Gesamtindexpunktzahl: 86,59

Wenn Sie für 2025 einen berufsbedingten Wohnortswechsel erwägen, gehört Neuseeland zu den besten Optionen. „The Land of the Long White Cloud“ — die englische Übersetzung des Māori‑Namens Aotearoa — behauptet zum dritten Mal hintereinander die Spitzenposition unseres Index und konnte seinen Wert gegenüber 2024 leicht verbessern, was unter anderem mit einer moderaten Mindestlohnanhebung zusammenhängt.

Wodurch zeichnet sich Neuseeland in Sachen Life‑Work‑Balance aus? Sicherlich trägt die abwechslungsreiche, beeindruckende Natur dazu bei; darüber hinaus erzielt das Land in mehreren untersuchten Kategorien konstant gute Werte — insbesondere bei gesetzlichen Urlaubstagen, allgemeinem Wohlbefinden, Sicherheit und Mindestlohn (hier liegt Neuseeland unter allen betrachteten Staaten auf dem zweitbesten Platz).

Fleiß wird in der Kiwi‑Kultur geschätzt; doch wie die neuseeländische Regierung in ihrem Guide to the NZ way of working hervorhebt, gilt: „Das Leben ist zum Leben da, und Arbeitgeber respektieren dies in der Regel.“

Neuseeland Beschäftigungsleitfaden
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2. Irland

Gesamtindexpunktzahl: 81,17

Irland behauptet 2025 seinen zweiten Platz. Die Bevölkerung gilt international als herzlich und gastfreundlich; das Land, das viele mit dem St. Patrick’s Day assoziieren, zählt — gemeinsam mit Österreich — zu den sichersten Staaten in unserer Auswertung.

Die „Emerald Isle“ erzielt in zahlreichen Bereichen gute Werte, verfügt über einen vergleichsweise hohen Mindestlohn und bietet eine grosszügige Mutterschaftsregelung im Vergleich zu vielen anderen Ländern (26 Wochen mit 70% Einkommensersatz). Die irische Arbeitskultur fördert häufig eine Balance aus Engagement und starkem Gemeinschaftsgefühl.

Irland Beschäftigungsleitfaden
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3. Belgien

Gesamtindexpunktzahl: 75,91

Belgien behauptet seinen Platz in den Top‑Drei — nachdem es 2024 den dritten Rang mit Dänemark geteilt hatte. Life‑Work‑Balance wird dort immer mehr zum Markenzeichen, ähnlich wie Pralinen, Waffeln und Bier — nicht zuletzt, weil Belgien zu den Ländern mit den höchsten Mindestlöhnen in Europa zählt (nur das Vereinigte Königreich und Deutschland liegen darüber).

Belgien erzielt zudem starke Werte bei gesetzlicher Lohnfortzahlung im Krankheitsfall und bei Mutterschaftsleistungen; der nationale Zufriedenheitswert liegt mit 6,91/10 ebenfalls im oberen europäischen Bereich. Belgier:innen arbeiten durchschnittlich mit relativ kurzen Wochenarbeitszeiten (34,1 Stunden) im Vergleich zu vielen anderen Ländern.

Belgien Beschäftigungsleitfaden
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4. Deutschland

Gesamtindexpunktzahl: 74,37

Deutschland verbessert sich 2025 gegenüber 2024 um zwei Plätze und rangiert nun auf Platz vier des Life‑Work‑Balance‑Index. Pünktlichkeit und Verlässlichkeit gelten als typisch deutsche Tugenden; gleichzeitig gewinnt die Idee, effizienter statt länger zu arbeiten, an Bedeutung und trägt zur positiven Life‑Work‑Balance bei.

Mehrere Faktoren haben zur besseren Bewertung Deutschlands beigetragen; ein zentraler Punkt ist jedoch ein Anstieg der gesetzlichen Lohnfortzahlung im Krankheitsfall, insbesondere für Eltern. Zudem stieg das allgemeine Zufriedenheitsniveau leicht, die durchschnittliche Wochenarbeitszeit ging zurück, und die LGBTQ+‑Inklusivität verbesserte sich gegenüber 2024.

Deutschland Beschäftigungsleitfaden
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5. Norwegen

Gesamtindexpunktzahl: 74,20

Norwegen verzeichnet den grössten Sprung unter den Top‑Ten und klettert von Platz neun (2024) auf Platz fünf. Hauptgrund ist eine Ausweitung der Elternzeitregelungen (Norwegen bietet die grosszügigste Elternzeit unter den untersuchten Ländern); zudem sank die durchschnittliche Arbeitszeit leicht. Mit 32,6 Stunden pro Woche liegt Norwegen in Europa unter den Ländern mit den kürzesten Arbeitswochen.

Die norwegische Arbeitskultur betont Gleichberechtigung und Zusammenarbeit; das spiegelt sich darin wider, dass Norwegen in unserer Liste als das inklusivste Land für LGBTQ+ gilt. Wie viele nordische Staaten zählt Norwegen zudem zu den glücklichsten Nationen Europas.

Norwegen Beschäftigungsleitfaden
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6. Dänemark

Gesamtindexpunktzahl: 73,76

Dänemark ist seit jeher für das ausgewogene Verhältnis zwischen Beruf und Privatleben bekannt. Viele Beobachter führen die konstant hohen Glückswerte auf das starke Bestreben zurück, Arbeit und Leben in Einklang zu bringen — wobei auch der dänische Hang zum hygge‑Lebensstil eine Rolle spielen dürfte.

Auch wenn Dänemark 2025 nicht mehr zu den Top‑Drei zählt (2024 teilte es Rang drei mit Belgien), steht das Land weiterhin für hohe Lebensqualität und belegt nach Finnland den zweiten Platz beim öffentlichen Glücklichkeitswert. Mit einer durchschnittlichen Arbeitswoche von 32,5 Stunden gehört Dänemark zu den Ländern mit besonders kurzen Arbeitszeiten und gilt als sicher sowie LGBTQ+‑freundlich.

Dänemark Beschäftigungsleitfaden
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7. Kanada

Gesamtindexpunktzahl: 72,89

Kanada verlor zwar zwei Plätze, bleibt jedoch die einzige Nation aus Amerika unter den Top‑Ten der Life‑Work‑Balance. Im klaren Gegensatz zu seinem südlichen Nachbarn (die USA rangieren 59. von 60 untersuchten Ländern) schneidet Kanada in vielen bewerteten Bereichen stabil gut ab.

Kanada zählt etwa zu den Spitzenreitern bei gesetzlicher Lohnfortzahlung im Krankheitsfall und erzielt starke Werte bei öffentlicher Sicherheit sowie LGBTQ+‑Inklusivität. Zudem verfügt das Land über ein staatlich finanziertes, universelles Gesundheitssystem — ein Aspekt, den die USA nicht vorweisen.

Kanadische Arbeitgeber schätzen Pünktlichkeit und Verlässlichkeit; gleichzeitig bewahren Beschäftigte in der Regel eine klare Trennung zwischen Beruf und Familienleben.

Kanada Beschäftigungsleitfaden
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8. Australien

Gesamtindexpunktzahl: 71,53

Australier gelten international als entspannt; die „no‑worries“-Einstellung prägt oft Alltag und Arbeitswelt. Viele Unternehmen legen dort Wert auf Offenheit und Gleichberechtigung und richten den Fokus auf das Wohlbefinden der Beschäftigten. Australien behauptet 2025 erneut Platz acht im Index.

Obwohl Australien in vielen Kategorien hinter dem Nachbarn Neuseeland liegt, weist es den höchsten Mindestlohn aller untersuchten Länder auf — umgerechnet rund 18,12 US‑Dollar. Passend zum entspannten Lebensstil arbeiten Australier:innen vergleichsweise wenig (32,29 Stunden pro Woche) und geniessen viel Sonnenschein.

Australien Beschäftigungsleitfaden
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9. Finnland

Gesamtindexpunktzahl: 71,42

Finnland beendet die Top‑Ten und gilt 2025 laut einer aktuellen Studie als das weltweit glücklichste Land. Die konstanten Spitzenwerte der Finnen über die letzten acht Jahre werden häufig auf hohes gesellschaftliches Vertrauen, individuelle Freiheit und die Nähe zur Natur zurückgeführt.

In unserem Index verlor Finnland allerdings zwei Plätze — unter anderem aufgrund eines leichten Rückgangs bei der LGBTQ+‑Inklusivität — behält aber dank hoher Zufriedenheitswerte, einer grosszügigen gesetzlichen Urlaubspraxis, starkem Krankengeld und vergleichsweise kurzer Arbeitswoche seinen Top‑Ten‑Status.

Finnland Beschäftigungsleitfaden
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10. Spanien

Gesamtindexpunktzahl: 70,53

Ist das Bild der traditionellen spanischen „Siesta“ überholt? Möglicherweise — Untersuchungen legen nahe, dass die meisten Spanier kaum noch eine Mittagsruhe halten), doch viele Menschen in Spanien pflegen weiterhin eine ausgewogene Haltung zu Arbeit und Freizeit, weshalb das Land zum zweiten Mal in Folge in den Top‑Ten verbleibt.

Obwohl Spaniens Glückswerte im europäischen Vergleich moderat ausfallen, schneidet das Land in den untersuchten Faktoren insgesamt gut ab. Spanien gilt als das zweitinklusive Land für LGBTQ+ unter den 60 analysierten Staaten; Arbeitnehmer:innen profitieren ausserdem von grosszügigen gesetzlichen Urlaubsansprüchen und Mutterschaftsleistungen.

Spanien Beschäftigungsleitfaden

Die stärksten Performer 2025

Neuseeland belegt zum dritten Mal nacheinander die Spitzenposition und bestätigt damit seine Rolle als Land mit der besten Life‑Work‑Balance 2025; der Indexwert stieg nahezu um 6 Punkte, unter anderem infolge einer moderaten Erhöhung des Mindestlohns.

Globale Highlights zur Life‑Work‑Balance

Finnland führt den Glücksindex auch 2025 an; nordische und skandinavische Länder schneiden dabei besonders gut ab. Dänemark, Schweden, die Niederlande und Norwegen komplettieren die Top‑Five der glücklichsten Staaten.

Die grössten Veränderungen in der Life‑Work‑Balance 2025

Dank einer Mindestlohnerhöhung, die ab Jänner 2025 in Kraft trat, sowie einem Anstieg des öffentlichen Zufriedenheitswertes legte Argentiniens Indexwert um mehr als 8 Punkte zu. Die südamerikanische Republik verbesserte sich damit von Platz 19 auf 14 im Jahr 2025.

Was bedeutet Life‑Work‑Balance und warum ist sie 2025 von Bedeutung?

Wir lehnen den traditionellen Ausdruck „Work‑Life‑Balance“ ab, weil er unserer Ansicht nach die Prioritäten verkehrt herum darstellt — sowohl sprachlich als auch konzeptionell. Die Formulierung Life‑Work‑Balance stellt das Leben in den Mittelpunkt: Arbeit soll das Leben bereichern, nicht überlagern. Life‑Work‑Balance bemisst sich nicht nur an der Anzahl der Arbeitsstunden oder der verbleibenden Freizeit. Der Begriff ist vielschichtig. Aus diesem Grund verfolgt unsere Studie einen umfassenden Ansatz, um abzubilden, was «gut leben und arbeiten» in verschiedenen Regionen der Welt wirklich bedeutet. Gleichzeitig anerkennen wir, dass Life‑Work‑Balance nicht universell definierbar ist — sie unterscheidet sich individuell und kulturell. Unser Ziel ist es nicht zu verallgemeinern, sondern die grundlegenden gesetzlichen Leistungen und arbeitsweltlichen Systeme darzustellen, die eine Kultur starker Life‑Work‑Balance fördern. Weltweit bleibt Life‑Work‑Balance grundlegend für körperliches und seelisches Wohlbefinden. Jede:r sollte die Zeit und die Freiheit haben, sich ausserhalb der Erwerbsarbeit sinnvoll dem Leben zu widmen.

„Indem wir Life‑Work‑Balance fördern, erkennen wir an, dass Arbeit dem Leben dienen soll und nicht dessen Sinn definiert. Bei Remote ist unsere Global Life‑Work‑Balance‑Studie mehr als eine Vergleichstabelle: Sie verkörpert die Überzeugung, dass Menschen am besten leisten, wenn man ihnen vertraut, ausserhalb der Arbeit ein erfülltes Leben zu führen. Wir treten für Life‑Work‑Balance ein, weil Flexibilität und Wohlbefinden mehr sind als Vorteile. Unsere Mission ist es, eine Zukunft zu schaffen, in der globale Talente nicht nur beruflich, sondern auch persönlich gedeihen.“ — Barbara Matthews, Chief People Officer

Warum Life‑Work‑Balance heute wichtiger ist denn je

Erstmals wird Life‑Work‑Balance als zentrale Motivation für Beschäftigte weltweit genannt — in einer aktuellen Umfrage mit Tausenden internationaler Arbeitnehmer:innen wurde Arbeitsplatzflexibilität als wichtiger eingestuft als das Gehalt.

Doch weshalb hat Life‑Work‑Balance in der modernen Arbeitswelt so stark an Bedeutung gewonnen?

  • Beschäftigte verlangen nach mehr Flexibilität. In unserem jüngsten Remote Workforce Report gaben 73% der einstellenden Führungskräfte an, Mitarbeitende an Arbeitgeber mit grösserer Flexibilität verloren zu haben.

  • Die Grenzen verschwimmen. Die breite Einführung von Hybrid‑ und Remote‑Arbeit bringt viele Vorteile, macht es Beschäftigten jedoch schwieriger, klare Abschaltphasen einzuhalten.

  • Wir leben in einer Always‑on‑Kultur. Technologie hat unsere Möglichkeiten erweitert, gleichzeitig steigen jedoch die Erwartungen an eine Rund‑um‑die‑Uhr‑Erreichbarkeit.

  • Ökonomische Unsicherheit ist weitverbreitet. Angesichts steigender Lebenshaltungskosten neigen viele Beschäftigte dazu, mehr zu arbeiten, um ihre Stelle zu sichern und konkurrenzfähig zu bleiben.

  • Elterliche Verpflichtungen belasten. Fast drei Viertel der weltweiten Erwerbsbevölkerung haben Betreuungsaufgaben, die sie mit ihrer beruflichen Tätigkeit vereinbaren müssen.

  • KI verstärkt zusätzlichen Druck. Zwar kann KI dabei helfen, intelligenter zu arbeiten, doch sie schürt gleichzeitig Befürchtungen bezüglich Jobverlusten und erhöhtem Weiterbildungsbedarf.

Unsere Analyse zeigt, dass Länder wie Neuseeland und viele europäische Staaten ihre Beschäftigten mit lebenszentrierten Politiken darin unterstützen, das Gleichgewicht zwischen Arbeit und Privatleben zu wahren. Staaten wie die Vereinigten Staaten hingegen riskieren, durch eine Kultur langer Arbeitszeiten und knapper bezahlter Freizeit eine Burnout‑Welle zu begünstigen.

Ohne entschlossenes Gegensteuern droht diese Haltung, Fachkräfte zu verlieren und die künftige Widerstandsfähigkeit der Erwerbsbevölkerung zu beeinträchtigen.

Methodik der Life‑Work‑Balance‑Index‑Umfrage

Als Experten im Bereich Global HR und Beschäftigung analysierten wir Daten der 60 wirtschaftlich grössten Länder, um zu ermitteln, welches Land Beschäftigten die beste Life‑Work‑Balance bietet. Die Auswahl der Top‑60‑Wirtschaften diente als repräsentative globale Stichprobe. Die Studie prüfte die folgenden Indikatoren:

  • Gesetzlicher Jahresurlaub (Gesamtzahl bezahlter Tage inklusive Feiertage)*

  • Mindestregelung zur Lohnfortzahlung im Krankheitsfall (Prozent des Lohns oder Pauschalbetrag)*

  • Gesetzlicher Mutterschaftsurlaub (bezahlte Wochen)*

  • Leistungssatz für gesetzlichen Mutterschaftsurlaub (Prozent des Lohns)*

  • Mindestlohn (USD pro Stunde)*

  • Gesundheitsversorgung

  • Glücksindex‑Punktzahl (1–10, 10 ist am höchsten)

  • Durchschnittliche Arbeitsstunden pro Woche pro Erwerbstätige:n

  • LGBTQ+‑Inklusivität (0–100, 100 ist am höchsten; die Legal Index‑Werte spiegeln gesetzliche Rechte wider, der Public Opinion Index erfasst die gesellschaftliche Stimmung)

  • Sicherheit: Global Peace Index (1–4, niedriger ist besser)

Ziel war es, die Life‑Work‑Balance jedes Landes möglichst präzise darzustellen und das geläufige Konzept der „Work‑Life‑Balance“ neu zu interpretieren, indem wir zeigen, wie Unternehmen in den jeweiligen Ländern das Leben ihrer Beschäftigten priorisieren.

Die Metriken wurden mittels Indexgewichten angepasst, um ihre relative Bedeutung widerzuspiegeln; so erhielt jedes Land eine Gesamtnote von 0 bis 100. Alle Datenpunkte wurden von höchstem zu niedrigstem Wert gerankt — ausgenommen die Gesundheitsbewertung, die von 1 bis 5 bewertet wurde (wobei 1 am besten ist), sowie die durchschnittliche Wochenarbeitszeit und die Sicherheitswertung, die von niedrig nach hoch geordnet wurden.

Die Daten wurden im April 2025 erhoben und analysiert.

(*) Wo eine Bandbreite angegeben war, wurde der Minimalwert zugrunde gelegt.