
Contractor Management – Übersicht
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Weltweit verschärfen Behörden die Kontrolle bei Scheinselbstständigkeit und verhängen zunehmend hohe Bussen. Damit Sie Ihr Unternehmen schützen können, ist es wichtig, das Risiko zu kennen und in allen Ländern, in denen Sie Mitarbeitende beschäftigen, rechtliche Absicherungen zu treffen.
Mit unserem kostenlosen Tool zur Risikoeinschätzung können Sie prüfen, ob Sie Ihre Mitarbeitenden korrekt als Angestellte oder als selbstständige Auftragnehmer:innen klassifizieren.

Contractor Management – Übersicht

Contractor Management – Übersicht
Von Scheinselbstständigkeit spricht man, wenn Arbeitnehmende unberechtigterweise als selbstständige Auftragnehmer:innen behandelt werden, obwohl sie als Angestellte einzustufen wären. Infolgedessen bleiben Lohnsteuern und Sozialversicherungsbeiträge aus, und die Betroffenen erhalten nicht die gesetzlich vorgesehenen Leistungen.
Freie Auftragnehmer:innen eignen sich gut zur kurzfristigen Bedarfdeckung, sollten jedoch per Definition keine Verantwortung für andere Mitarbeiter:innen übernehmen oder leitende Aufgaben in umfangreichen Grossprojekten tragen.
Ferner sollten Auftragnehmer:innen keine festen Arbeitszeiten vorgeschrieben haben und die Möglichkeit besitzen, auch für weitere Kund:innen tätig zu sein.
Manche Unternehmen setzen selbstständige Auftragnehmer:innen als «Pseudo-Angestellte» ein: Sie werden als Auftragnehmer:innen bezahlt, obwohl sie nach lokalem Recht wahrscheinlich als Angestellte eingestuft werden müssten.
Solche «Pseudo-Angestellten» sind de facto feste Bestandteile der Belegschaft; ihre Tätigkeiten und Arbeitsbedingungen werden vom Unternehmen vorgegeben, obwohl sie Verträge als Auftragnehmer:innen haben. Das schafft ideale Voraussetzungen für ein Verfahren wegen Scheinselbstständigkeit.
Bei Scheinselbstständigkeit drohen ernsthafte Konsequenzen, unabhängig davon, ob sie vorsätzlich oder unbeabsichtigt entstanden ist.
Firmen riskieren nicht nur empfindliche Bussen, sondern auch hohe Steuernachzahlungen. Gegenüber Ihren Auftragnehmer:innen können zusätzlich Verpflichtungen entstehen, etwa durch nachzuzahlende Löhne und entgangene Zusatzleistungen.
Ebenso besteht die Möglichkeit, dass betroffene Auftragnehmer:innen, deren Berufsverbände oder gewerkschaftliche Vertretungen rechtliche Schritte gegen Ihr Unternehmen einleiten.
Die Steuerbehörde der USA formuliert es so: „Jede Person, die Leistungen für Sie erbringt, ist angestellt, wenn Sie als Auftraggeber sowohl das Ergebnis als auch die Art der Leistungserbringung bestimmen können.“
Dies gilt selbst dann, wenn Sie der Person einen gewissen Handlungsspielraum einräumen; entscheidend ist, dass Sie das Recht haben, die Einzelheiten der Leistungserbringung vorzugeben.
Die Kriterien, welche ein Angestelltenverhältnis ausmachen, variieren international.
Gleichwohl existieren Indikatoren, die über Ländergrenzen hinweg darauf hindeuten, ob ein Risiko für Scheinselbstständigkeit besteht.
Im Vereinigten Königreich etwa wurde Uber angewiesen, alle Fahrer:innen als Angestellte einzustellen, die zuvor als Selbstständige für das Unternehmen tätig gewesen waren. Dieser Rechtsstreit zog grosse mediale Aufmerksamkeit auf sich und dauerte fünf Jahre.
Ein weiteres Beispiel ist der US-Logistiker Swift Transportation: Nach einem zehnjährigen Gerichtsverfahren musste das Unternehmen über 10 Millionen US-Dollar an Schadensersatz an 20'000 Arbeitnehmer:innen zahlen, die es falsch klassifiziert hatte.
Weltweit sind in den letzten Jahren ähnliche Fälle aufgetreten. Solche Verstösse schädigen stets das Image von Unternehmen. Kund:innen können sich abwenden und dringend benötigte Fachkräfte entscheiden sich möglicherweise für andere Arbeitgeber.
Auch wenn aktuell kein konkretes Risiko erkennbar ist, empfiehlt es sich, vorausschauend zu handeln und von Anfang an in allen Ländern rechtskonforme Beschäftigungspraktiken zu etablieren.
Mit den Services von Remote vermeiden Sie Scheinselbstständigkeit von Anfang an. Wir arbeiten mit lokalen Rechtsexpert:innen zusammen, die für vollständige Compliance sorgen. Mithilfe unserer Tools und Ressourcen können Sie Ihre Teammitglieder gemäss der jeweiligen Gesetzeslage korrekt als Angestellte oder als selbstständige Auftragnehmer:innen klassifizieren.
Remote übernimmt zudem die Lohnabrechnung, Sozialleistungen, Steuern und die Compliance‑Dokumentation. Dadurch reduzieren Sie Ihren administrativen Aufwand und minimieren das Risiko kostenintensiver Rechtsfehler. Das entlastet Ihr Unternehmen deutlich und senkt spürbar das Risiko teurer Irrtümer.
Contractor Management Plus bietet zusätzlichen Schutz vor Scheinselbstständigkeit, unter anderem durch eine Haftpflichtversicherung mit einer Deckungssumme von bis zu 1 Million US-Dollar.
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