Leitfaden Mitarbeiter:innenbindung: So halten Sie Ihre besten Talente im Unternehmen

Kein Unternehmen kann nachhaltig wachsen, wenn es ständig Mitarbeiter:innen verliert.

Dieser Leitfaden bietet praxisnahe Tipps und strategische Einsichten für Führungskräfte, damit Sie die Mitarbeiter:innenbindung spürbar und dauerhaft verbessern. Mehr noch: Ihre besten Mitarbeitenden sollen nicht nur bleiben, sondern über viele Jahre motiviert und produktiv bleiben. Wir zeigen, wie Sie eine belastbare Unternehmenskultur schaffen, die Remote-Arbeit unterstützt und fördert. Sie erhalten Hinweise, welche attraktiven Benefits Sie Ihren Mitarbeiter:innen anbieten können, um Abwanderung und Abwerbung vorzubeugen. Zudem präsentieren wir unsere Leitprinzipien für langfristig erfolgreiche Remote-Teams:

  • Flexibles und asynchrones Arbeiten
  • Kommunikation und Dokumentation
  • Beteiligung und Zugehörigkeit
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Warum ist Mitarbeiter:innenbindung wichtig?

Die Bindung von Mitarbeiter:innen – sowie die objektive Messung und aktive Förderung der Bindungsrate – ist eine grundlegende Voraussetzung für den Erfolg jeder Organisation. Im Zeitalter verteilter und Remote-Teams fällt es Unternehmen oft schwer zu benennen, wofür sie stehen und weshalb bestehende und potenzielle Mitarbeiter:innen gerade für sie arbeiten sollten.

Die Personalfluktuation ist seit 2019 um 8,7% gestiegen.

Eine hohe Bindungsrate bringt die folgenden Vorteile für Ihr Unternehmen:

Nicht zuletzt führt gute Mitarbeiter:innenbindung zu deutlich höheren Gewinnen. Ein Unternehmen, das Talente halten kann, übersteht auch schwierige Phasen und wächst weiter, selbst bei ungünstigen Marktbedingungen. Wenn die Besten für Sie arbeiten, sind grosse Erfolge möglich.

Höhere Produktivität

Besseres Kund:innenerlebnis

Tiefe Kosten für Rekrutierung, Einstellung und Onboarding

Bessere Arbeitsmoral

Positive Mundpropaganda als Arbeitgeber

Häufig gestellte Fragen

Wie berechnen Sie Ihre Bindungsrate?

Bevor Sie Ihre Bindungsrate steigern können, müssen Sie sie zunächst kennen.

Überlegen Sie zuerst, welchen Zeitraum Sie betrachten möchten, zum Beispiel das letzte Jahr oder das letzte Quartal. Dann benötigen Sie zwei Zahlen:

  1. die Anzahl der Mitarbeiter:innen zu Beginn des Beobachtungszeitraums

  2. die Anzahl der Mitarbeiter:innen am Ende des Beobachtungszeitraums (ohne Neueinstellungen)

Wenden Sie danach die folgende Formel an:

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Angenommen, Sie hatten zu Beginn des Zeitraums 162 Mitarbeiter:innen und am Ende 170, davon wurden 20 neu eingestellt, dann ergibt sich folgende Rechnung:

((170-20) ÷ 162) × 100 = 92,56%

Es ist wichtig, alle während des Beobachtungszeitraums neu eingestellten Mitarbeiter:innen auszuschliessen, da sonst das Resultat verfälscht wird. Wenn Sie zum Beispiel mit 100 Mitarbeiter:innen starten, zwei verlieren und fünf einstellen, ergäbe das eine Bindungsrate von 103 %. Das ist offensichtlich nicht sinnvoll. Für aussagekräftige Werte müssen Neueinstellungen von der Berechnung ausgeschlossen werden. Bei sehr langen Zeiträumen kann es vorkommen, dass Personen innerhalb des Zeitraums anfangen und wieder aufhören. In solchen Fällen empfiehlt sich eine separate Kennzahl für neue Einstellungen: Ermitteln Sie, wie viele neue Mitarbeiter:innen insgesamt hinzukamen und wie viele davon am Ende noch beschäftigt sind. Wenn Sie zum Beispiel in drei Monaten 20 Personen einstellen und eine davon das Unternehmen verlässt, würde die Bindungsrate für neue Mitarbeiter:innen so aussehen:

((20-1) ÷ 20) × 100 = 95 %

Bindungsraten über 90% gelten in der Regel als gut. Bei neuen Mitarbeiter:innen sollte die Kennzahl jedoch bei 95% oder mehr liegen, da nicht zu erwarten ist, dass sie bereits nach wenigen Monaten wieder gehen.

Die Unternehmensbereiche mit der höchsten Fluktuation sind Produkt (36,4%), IT (36%) sowie Technik und Entwicklung (35,2%).

Stratege zur Mitarbeiterbindung:

Berechnen Sie getrennte Bindungsraten für Mitarbeiter:innen an Ihren Standorten und für Ihre Remote-Mitarbeiter:innen. Wenn sich Unterschiede zeigen, kann das darauf hindeuten, dass sich Remote-Kräfte weniger gut unterstützt fühlen als Kolleg:innen vor Ort.

Warum verlassen die besten Mitarbeiter:innen Ihr Unternehmen?

Die Fluktuation variiert stark zwischen Branchen: Einzelhandel, IT, Medien, Professional Services, Unterhaltung und Gastgewerbe weisen unterdurchschnittliche Bindungsraten auf. In diesen Sektoren kann eine leicht unter dem Durchschnitt liegende Bindungsrate dennoch akzeptabel sein. Entsprechen Ihre Zahlen nicht Ihren Erwartungen, sollten Sie den Ursachen nachgehen.

Eine Studie der Unternehmensberatung McKinsey, die Great Attrition, Great Attraction Survey 2.0 aus dem Jahr 2022 liefert aufschlussreiche Erkenntnisse. Laut dieser Untersuchung sind dies die Hauptgründe, warum Mitarbeiter:innen ihren Arbeitgeber verlassen:

1. Fehlende Karriereperspektiven

2. Ungenügende Gesamtvergütung

3. Desinteressierte und uninspirierte Vorgesetzte

4. Mangelnde Sinnhaftigkeit der Tätigkeit

5. Unrealistische Arbeitsanforderungen

6. Unkooperative und unzuverlässige Kolleg:innen

7. Zu wenig Flexibilität der Arbeitsbedingungen

8. Fehlende Gesundheits- und Vorsorgeleistungen

9. Diskriminierende und unfreundliche Kolleg:innen

Wenn Sie bei einem oder mehreren dieser Punkte Anzeichen sehen, sollten Sie Ihre Unternehmenskultur nachhaltig verändern, um Remote-Mitarbeiter:innen langfristig zu halten. Im Folgenden zeigen wir konkrete Massnahmen, mit denen Sie die Verweildauer Ihrer Mitarbeiter:innen erhöhen können.

Die Bedeutung fairer globaler Entlohnung für langfristige Mitarbeiter:innenbindung

Mitarbeiter:innen, die sich wertgeschätzt und gerecht behandelt fühlen, bleiben länger im Unternehmen. Das ist intuitiv und wird auch durch Daten gestützt. Eine faire Bezahlung ist daher ein zentraler erster Schritt zur Verbesserung Ihrer Bindungsrate.

Warum ist gerechte Bezahlung so entscheidend?

Wenn Mitarbeiter:innen das Gefühl haben, für ihre Leistungen und Qualifikationen sowie im Vergleich zu Kolleg:innen fair entlöhnt zu werden, sind sie zufriedener und engagierter.

Faire Vergütung ist eine der wichtigsten Voraussetzungen für Mitarbeiter:innenbindung in jeder Organisation. Sie baut Vertrauen auf und motiviert zu höheren Leistungen und zu längerem Verbleib.

Was genau bedeutet faire Bezahlung und wie lässt sich bestimmen, was ‚gerecht‘ ist? Unser Leitfaden zur Vergütung von Remote-Mitarbeiter:innen liefert hier nützliche Orientierung.

Faire Vergütungspakete für Ihre Mitarbeiter:innen

Ein faires Vergütungspaket umfasst weit mehr als formale Qualifikationen und Betriebszugehörigkeit. Besonders bei Mitarbeitenden, die im Ausland leben, spielen verschiedene Faktoren eine Rolle. Für jedes Land sollten Sie Folgendes berücksichtigen:

1. Gesetzlich vorgeschriebene Arbeitgeberleistungen

2. Lebenshaltungskosten (und deren Auswirkungen auf Gehaltsforderungen)

3. Lohnsteuern und Sozialabgaben

4. Erwartungen der Arbeitskräfte an Lohn und Zusatzleistungen

Unter Berücksichtigung dieser Punkte können Sie ein faires Gesamtpaket aus Gehalt, Boni, Altersvorsorge, Aktienoptionen sowie beruflichen und privaten Benefits schnüren.

Faire Bezahlung als wirksames Instrument

Qualifizierte Fachkräfte erwarten heute, dass sie am Unternehmenserfolg mitwirken können und dafür belohnt werden. Die besten Vergütungsstrategien koppeln daher die Leistung der Mitarbeiter:innen an den Erfolg des Unternehmens. Unsere Erfahrung zeigt, dass Bezahlung nur dann zum Wettbewerbsvorteil wird, wenn sie marktübliche Sätze deutlich übertrifft. Ein modernes Vergütungskonzept lässt sich in sechs Kernkomponenten gliedern: Gehalt, Boni, Vorsorge und Aktienbeteiligungen auf der einen Seite sowie berufliche und private Benefits auf der anderen. Die richtige Balance zu finden ist anspruchsvoll. Nutzen Sie daher eine aktuelle HR-Software, um die Auswirkungen Ihrer Strategie auf Kandidat:innen, Mitarbeiter:innen und Führung sichtbar zu machen.

Annie Rosencrans — U.S. People & Culture Director, Bob

Wenn Ihre Vergütungsstruktur alle Erwartungen Ihrer Mitarbeiter:innen erfüllt, wirkt sie motivierend und fördert deren langfristige Bindung an Ihr Unternehmen.

Wie Sie attraktive Benefitspakete für globale Top-Talente schnüren

Unternehmen, die Remote-Arbeit ermöglichen, haben geringere Fluktuation als reine Präsenzbetriebe. Unsere Forschung bei Remote zeigt, dass dieser Unterschied 2023 voraussichtlich um 4,4% zunehmen wird.

Wenn Sie internationale Mitarbeiter:innen gewinnen und binden wollen, müssen Sie ihnen ein lokal angepasstes, aber weltweit attraktives Benefitspaket anbieten.

Einen einheitlichen Massstab auf alle anzuwenden ist eine einfache Lösung, die aber nicht funktioniert. Wenn Sie weltweit dasselbe Benefitpaket anbieten, decken Sie nicht alle lokalen Bedürfnisse ab. Benefits sollten so weit wie möglich an lokale Gegebenheiten und kulturelle Unterschiede angepasst werden. Mit einem durchdachten Benefitsprogramm gewinnen Sie Top-Talente und halten sie im Unternehmen.

Joana Viana – Senior Global Benefits Design & Strategy Expert

Um Ihre Benefitspakete zu optimieren und sich lokal gegen andere Arbeitgeber zu behaupten, brauchen Sie fundiertes lokales Fachwissen.

Schauen wir uns das an einem Beispiel genauer an:

Vereinigtes Königreich

Wenn Sie Frauen im Vereinigten Königreich eine Krankenversicherung mit Mutterschutz anbieten, beeindruckt das meist kaum. Über den NHS haben sie bereits Zugang zu kostenloser Gesundheits- und Schwangerenversorgung.

Singapur

In Singapur sieht die Lage anders aus: Krankenversicherungen inklusive Mutterschutz sind sehr begehrt. Schwangerschaft und Geburt können dort rasch mehrere tausend Dollar kosten. Bieten Sie Frauen, die möglicherweise eine Familie planen, diese Leistungen an, gelten Sie als attraktiver Arbeitgeber.

Attraktive Benefitspakete lassen sich nur mit lokalem Expertenwissen zusammenstellen. Eigenrecherche ist schwierig und zeitintensiv. Deshalb haben wir den Global Benefits Report erstellt, der die besten Benefits für viele Länder weltweit vergleicht.

Brauchen Sie Hilfe bei Ihrer globalen Benefits-Strategie?

Unsere Kund:innen erhalten Zugang zu lokalen Benefitsexpert:innen, die genau sagen, welche Zusatzleistungen verpflichtend sind und welche als attraktive Extras gelten. Wer noch mehr Zeit sparen will, bekommt von uns ein kuratiertes Benefitspaket für jedes Land.

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„Remote hat uns mit einem exzellenten Benefitspaket geholfen, Mitarbeitende im Ausland anzustellen und langfristig zu binden.“

Heather Miki, People Operations Manager bei kWh Analytics

„Wir wollten unsere Präsenz in Mexiko rasch ausbauen, ohne selbst eine Tochtergesellschaft zu gründen oder Gehaltsabrechnungen und Benefits zu verwalten. Remote hat uns genau das ermöglicht.“

Greg Kefer, CMO bei Lifelink Systems

Effiziente Führung globaler Teams dank Remote-first-Kultur

Nicht nur Remote-Mitarbeiter:innen profitieren von einer Remote-first-Organisation, auch wenn das auf den ersten Blick nicht offensichtlich ist. Wenn Sie Ihr Unternehmen konsequent auf Remote-Arbeit ausrichten, schaffen Sie gleiche Arbeitsbedingungen für alle – unabhängig vom Arbeitsort. Alle profitieren von einer Kultur, die aktuelle Dokumentation, asynchrone Arbeitszeiten und Ergebnisorientierung über reine Anwesenheit stellt. Nachfolgend erfahren Sie, wie Sie Ihr Unternehmen auf Remote-Arbeit ausrichten können.

Was bedeutet „Remote-first“?

„Remote-first“ heisst, dass Remote-Arbeit in Ihrem Unternehmen der Standard ist. Alle Mitarbeiter:innen sollen dieselben Rahmenbedingungen vorfinden – egal, ob sie in der Zentrale sitzen oder nie eine Niederlassung betreten haben.

Remote-first-Kultur

In einer Unternehmenskultur, die vollständig auf Remote-Arbeit setzt, erleben alle Mitarbeiter:innen dieselben Unterstützungsleistungen – unabhängig vom Arbeitsort. Dazu gehören Manager:innen-Support, Zugehörigkeitsgefühl, Karrierechancen und technische Ausstattung.

Unternehmenskultur und Arbeitsbedingungen sind eng verbunden. In unserem Leitfaden zeigen wir, wie Sie eine starke, unterstützende Remote-Kultur aufbauen. Was muss sich ändern, damit „Remote-first“ funktioniert?

Viele Teamleiter:innen haben erlebt, dass der Wechsel von einem reinen Büro-Modell zu einer Remote-first-Umgebung seine Tücken hat. Problematisch wird es, wenn man versucht, das Büro einfach online nachzubilden.

Nicht jede:r kann schnell am Tisch einer Kollegin Fragen klären oder auf dem Weg zur Tram ein Projekt besprechen. Das Fehlen solcher kurzen Interaktionen kann bei Remote-Mitarbeiter:innen zu geringerer Zugehörigkeit, schnellerer Erschöpfung und dem Gefühl führen, die Arbeit habe keinen Einfluss. Diese Effekte werden oft durch typische, aber vermeidbare Fehler von unerfahrenen Remote-Manager:innen noch verschärft:

Typische Führungsfehler in Remote-Umgebungen

  • Zu wenig häufige und öffentliche Kommunikation mit allen: Remote-Mitarbeiter:innen fühlen sich sonst schnell isoliert und verlieren das Interesse an Unternehmenszielen.

  • Missachtung der Freizeit Ihrer Mitarbeiter:innen: Wenn rund um die Uhr Forderungen gestellt werden, erhöhen Sie das Risiko von Überarbeitung und Burnout.

  • Fehlende gesunde Work-Life-Balance: Mitarbeiter:innen fühlen sich dann oft zu langen Arbeitstagen verpflichtet – mit negativen Folgen.

  • Mikromanagement: Den Versuch, jede Arbeitsminute zu kontrollieren, verlieren Sie die besten Fachkräfte.

  • Ineffiziente Nutzung der Kommunikationskanäle: Wenn statt offener Kanäle nur private Nachrichten genutzt werden, entsteht Verwirrung und manche fühlen sich ausgeschlossen.

Diese Fehler können dazu führen, dass sich Mitarbeiter:innen unwohl fühlen und das Programm zur Bindung leidet.

Regelmässige Teambefragungen und Austrittsgespräche helfen, die Zufriedenheit als Arbeitgeber zu messen und zu verbessern. Das reduziert Fluktuation.

Das Problem mit dem Mikromanagement

Mikromanagement ist bei Remote-Arbeit verbreitet. Bis zu einem gewissen Grad ist es nachvollziehbar, dass viele Arbeitgeber nicht vollständig loslassen wollen.

Oft werden Tracking-Tools auf den Geräten der Mitarbeiter:innen installiert, um Produktivität zu messen. Das führt jedoch häufig dazu, dass erfahrene Angestellte sich bevormundet fühlen.

Das erzeugt Unmut und kann schlimmstenfalls zum Verlust von gegenseitigem Respekt führen. Solche Massnahmen führen oft dazu, dass Schlüsselpersonen nur noch das absolute Minimum leisten.

Was sollten Remote-first-Manager:innen also anders machen?

Bewerten Sie Mitarbeiter:innen nach Produktivität und Wirksamkeit, nicht nach der Anzahl geleisteter Stunden.

Die grundlegenden Elemente einer Remote-first-Kultur

Sie wissen jetzt, was eine Remote-first-Kultur nicht ist. Im Folgenden erfahren Sie, welche Eckpfeiler Sie für eine erfolgreiche Remote-Kultur legen sollten.

Kommunikation

Gezielte Kommunikation zu Fortschritten, Leistung und Anerkennung ist essenziell.

Asynchrones Arbeiten

Alle Teammitglieder sollen in jeder Zeitzone und zu beliebigen Zeiten produktiv arbeiten können, ohne den Anschluss zu verlieren.

Dokumentation

Jedes Teammitglied leistet seinen Beitrag zu einer umfassenden Dokumentation, in der alle relevanten Informationen festgehalten und teamweit geteilt werden.

Zugehörigkeit

Kanäle für nicht-arbeitsbezogene Gespräche stärken das gegenseitige Kennenlernen in verteilten Teams.

Was ist asynchrones Arbeiten? Asynchrones Arbeiten bedeutet, dass nicht alle Teammitglieder gleichzeitig online sein müssen. Diese Arbeitsweise ist eine Grundvoraussetzung für leistungsfähige Remote-Teams. Ihren Mitarbeitenden müssen jederzeit die nötigen Ressourcen zur Verfügung stehen, unabhängig von der Uhrzeit. So können sie eigenverantwortlich eine gesunde Work-Life-Balance pflegen und die Vorteile flexibler Arbeitszeiten nutzen. Ein asynchrones Umfeld ist auch ein wirksames Mittel zur Mitarbeiter:innenbindung: Flexibilität, Vertrauen und Entgegenkommen sind hoch geschätzte Werte. Ein solches Umfeld signalisiert, dass dem Unternehmen seine Mitarbeitenden wichtig sind – und das ist ein entscheidender Grund, im Unternehmen zu bleiben. Unsicher, ob asynchrones Arbeiten bei Ihnen funktioniert? Mehr dazu finden Sie in unserem Leitfaden zum asynchronen Arbeiten von Marcelo Lebre, COO und CTO bei Remote.

Wie unterstützendes Remote-first-Management die Bindung von Mitarbeiter:innen fördert

Sie können die Unternehmenskultur nur mit zukunftsorientierten Führungskräften verändern, die bereit sind, sich neuen Realitäten zu stellen. Remote-Teams brauchen unterstützende Remote-first-Manager:innen, die Kultur aktiv gestalten. Was zeichnet förderliches Remote-first-Management aus? Gute Remote-first-Manager:innen behandeln ihr Team mit Respekt und schenken Vertrauen, fordern aber auch Eigenverantwortung ein. Es ist irrelevant, wann Ihre Mitarbeiter:innen arbeiten, solange sie bei wichtigen Meetings präsent sind und die Anliegen der Kund:innen gewissenhaft betreuen. Entscheidend ist nicht die Stundenanzahl, sondern dass Abläufe pünktlich dokumentiert und Updates über die richtigen Kanäle geteilt werden. Sie führen regelmässige persönliche Gespräche, holen Feedback ein und bauen gemeinsam Kultur auf, statt nur To-do-Listen abzuarbeiten.

Remote-first-Unternehmen nehmen niemandem Verantwortung ab. Im Gegenteil: Remote-Mitarbeiter:innen tragen mehr Eigenverantwortung als Büro-Kolleg:innen. Haben Sie gute Leute und schenken ihnen vom ersten Tag an Vertrauen, werden Sie schnell durch hervorragende Leistungen belohnt.

Job van der Voort, CEO von Remote

Gutes Remote-first-Management stellt keine starren Regeln auf. Führungskräfte signalisieren: „Ich vertraue Ihnen.“ Sie erwarten, dass dieses Vertrauen durch gute Leistung und klare Kommunikation belohnt wird.

Effektive Strategien zur Mitarbeiter:innenbindung für jedes Unternehmen

Die Arbeitswelt verändert sich, und es ist wichtig, wirksame Strategien zur Bindung von Mitarbeiter:innen zu entwickeln. Ob Ihr Team remote, im Büro oder hybrid arbeitet – eine stabile Unternehmenskultur entsteht nur, wenn Ihre Mitarbeiter:innen bleiben und gerne für Sie arbeiten.

Die folgenden Ideen können helfen, die Fluktuation zu reduzieren.

1. Karriereförderung

Um Mitarbeitende langfristig zu binden, ist es wichtig, klare Karrieremöglichkeiten und Entwicklungswege aufzuzeigen. Mentorenprogramme und regelmässige Beurteilungen steigern die Zufriedenheit. Erwähnen Sie diese Aspekte bereits im Recruiting, um Top-Talente zu überzeugen.

Auch Beförderungen erhöhen die Arbeitszufriedenheit, insbesondere wenn sie mit Anerkennungsprogrammen kombiniert werden. So zeigen Sie Ihren Mitarbeiter:innen, dass sie geschätzt werden und echte Aufstiegschancen haben.

2. Sinnvolle Arbeit

Sinnvolle Aufgaben erhöhen die Zufriedenheit. Wenn Mitarbeitende an Projekten arbeiten, die ihren Interessen entsprechen und dem Unternehmen nützen, bleiben sie wahrscheinlich länger. Lernen Sie diese Interessen idealerweise bereits im Onboarding kennen.

Zu sehen, dass die eigene Arbeit Wirkung zeigt, verbessert nicht nur die Zufriedenheit, sondern stärkt auch eine inklusive Unternehmenskultur, in der alle einen Beitrag zum Erfolg leisten können.

3. Realistische Erwartungen an die Arbeit

Ein ausgewogenes Arbeitspensum ist wesentlich, um die Moral zu erhalten und Burnout zu vermeiden. Flexible Konditionen, realistische Ziele, genügend Ferien (und die Ermunterung, diese zu nutzen) sowie passende Arbeitsmittel sind wichtig.

All diese Faktoren tragen dazu bei, dass Ihre Mitarbeiter:innen ihr Privatleben auch tatsächlich nutzen können – eine zentrale Voraussetzung für Zufriedenheit. Faire Erwartungen steigern Engagement und senken Fluktuation.

4. Gute Stimmung im Team

Fördern Sie Zusammenhalt durch Teambuilding und offene Kommunikation. Eine positive Stimmung ist eine hervorragende Basis für eine starke Unternehmenskultur, die Moral und Engagement stärkt.

Wenn im Team gute Stimmung herrscht, bleiben Mitarbeitende eher, weil sie zufriedener sind. Fühlen sie sich Teil eines starken, inklusiven Teams, suchen sie seltener nach anderen Arbeitgebern. Letztlich senkt eine gute Teamstimmung die Fluktuation, weil Mitarbeitende zusammenhalten und sich wertgeschätzt fühlen.

5. Gesundheit und Wohlbefinden

Die Förderung der physischen und psychischen Gesundheit Ihrer Mitarbeiter:innen ist ein weiterer wichtiger Baustein jeder Bindungsstrategie. Wellness-Angebote und Remote-Arbeit zeigen, dass das Wohlbefinden geschätzt wird. So helfen Sie Mitarbeitenden, ein gutes Gleichgewicht zwischen Beruf und Freizeit zu finden, und werden mit zufriedenen, motivierten Mitarbeitenden belohnt.

Strategien zur Mitarbeiter:innenbindung sind essenziell, um eine positive Kultur zu schaffen und Talente langfristig zu halten.

Warum Remote-first-Management so viel bewirkt

Heute schätzen die Menschen vor allem eines: Flexibilität. Unser Remote Global Benefits Report zeigt, dass Angestellten weltweit die flexible Gestaltung ihres Arbeitstages wichtiger ist als sämtliche anderen Benefits – sogar wichtiger als eine Vier-Tage-Woche oder private Altersvorsorge.

Was bedeutet das für Manager:innen von Remote-Teams?

Menschen suchen Arbeitsplätze, die zu ihrem Leben passen, nicht umgekehrt. Sie möchten weiterhin für gute Firmen arbeiten, sind aber nicht mehr bereit, ihr gesamtes Leben der Arbeit unterzuordnen.

Zugehörigkeit durch Vielfalt, Gleichberechtigung und Inklusion

Mehr und mehr Mitarbeiter:innen möchten in Unternehmen arbeiten, die Vielfalt, Gleichberechtigung und Inklusion leben. Remote-first-Unternehmen sind dafür besonders gut aufgestellt.

Die Wirkung von Vielfalt und Inklusion auf Bindungsraten

Vielfalt, Gleichberechtigung und Inklusion gehören zu den wichtigsten Faktoren für Mitarbeiter:innenbindung. Mit einer Kultur, die diese Prinzipien lebt, erreichen Sie:

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Förderung von Vielfalt, Gleichberechtigung und Inklusion in einer globalen Belegschaft

Einen diversen, gerechten und inklusiven globalen Mitarbeiterstamm aufzubauen erfordert echte, anhaltende Anstrengungen. Setzen Sie dafür folgende Massnahmen um:

  • Bildung eines Komitees, das sich mit dem Thema befasst und Chancen sowie Herausforderungen im Unternehmen aufzeigt.

  • Ehrliches Feedback von Ihren Mitarbeitenden einholen.

  • Eine formelle Richtlinie erstellen und regelmässig zusammen mit dem Team aktualisieren.

  • Achten Sie bereits bei der Personalbeschaffung auf Inklusion.

  • Fördern Sie die Inklusion unterrepräsentierter Gruppen wie Frauen, Menschen mit Migrationshintergrund, LGBTQ- und neurodivergente Personen.

Möchten Sie ein inklusiver globaler Arbeitgeber werden? Dieses Webinar weist Ihnen den Weg: Eine inklusive globale Personalbeschaffungsstrategie entwickeln.

Die fünf Säulen der Motivation und Bindung leistungsstarker Remote-Teams

Motivierte Mitarbeitende arbeiten gern und sind sehr produktiv. Motivation und damit das Leistungsniveau in einem globalen Team aufrechtzuerhalten, ist eine der wichtigsten Aufgaben von Führungskräften. Schon im ersten Bewerbungsgespräch sollte eine positive Arbeitsatmosphäre geschaffen werden.

Intelligentes Recruiting

Wenden Sie wertbasierte Remote-first-Recruiting-Praktiken an, um von Anfang an optimale Voraussetzungen für die Beziehung zu Ihren zukünftigen Mitarbeiter:innen zu schaffen.

  • Kommunizieren Sie klar und transparent.

  • Planen Sie Interviews nach den Zeitzonen der Kandidat:innen.

  • Erklären Sie, was Ihre Remote-first-Kultur für Mitarbeiter:innen bedeutet.

Diese Praktiken helfen Ihnen, talentierte Mitarbeitende zu gewinnen, die Ihre Werte teilen, gut ins Team passen und wissen, was von ihnen erwartet wird.

Nahtlose Kommunikation

Gute Kommunikation und angenehme Arbeitsatmosphäre gehören zusammen. Befolgen Sie unseren Leitfaden für die Kommunikation mit Remote-Teams, um von Anfang an richtig zu handeln:

  • Beugen Sie Kommunikationsmüdigkeit vor. Ermuntern Sie Ihre Mitarbeiter:innen, Benachrichtigungen zu deaktivieren, wenn sie sich auf eine Aufgabe konzentrieren müssen.

  • Erstellen Sie eine transparente und durchsuchbare Dokumentation. Protokollieren Sie wichtige Meetings und Fortschrittsberichte und speichern Sie die Unterlagen an unternehmensweit zugänglichen Orten.

  • Richten Sie klare Kommunikationsabläufe ein. Stellen Sie sicher, dass alle Mitarbeiter:innen die Best Practices für alle Plattformen kennen.

  • Verzichten Sie nie auf persönliche Gespräche. Planen Sie regelmässige persönliche Gespräche ein, um Ihre Mitarbeiter:innen kennenzulernen und ihnen Raum für Anliegen zu bieten.

Umfassendes Onboarding

Bereits beim Onboarding werden wichtige Grundlagen für Mitarbeiter:innenbindung gelegt. In den ersten 18 Monaten verlassen besonders viele Mitarbeitende das Unternehmen; in manchen Studien sind es sogar bis zu 50 %. Um dem entgegenzuwirken, sollte Ihr Remote-Onboarding-Programm Folgendes enthalten:

  • Ansprechende, interessante Self-Service-Ressourcen

  • Onboarding-Mentoren

  • Einführung in Werte und Unternehmenskultur

  • Informationen zu Kommunikationsnormen im Unternehmen

  • Erwartungen und Ziele für die ersten Arbeitswochen

  • Regelmässige Check-ins mit der Führungskraft

Konkrete Aufstiegschancen und klar kommunizierte Karriereperspektiven gehören zu den effektivsten Mitteln, die Bindung Ihrer Mitarbeiter:innen zu verbessern (63 %) – noch wirkungsvoller als Gehaltserhöhungen!

Gut durchdachte Meetings

Meetings können stören. Zu viele Besprechungen beeinträchtigen Produktivität, und das falsche Format frustriert Mitarbeitende.

Was ist zu tun? Überlegen Sie, wie Sie Meetings an Ihr Remote-first-Modell anpassen können. Einige Vorschläge:

  • Erstellen Sie eine Agenda; können Punkte asynchron geklärt werden, sagen Sie das Meeting ab.

  • Planen Sie kürzere Meetings, damit Themen zügig behandelt werden.

  • Rotieren Sie wichtige Meetings, damit sie abwechselnd in verschiedenen Zeitzonen stattfinden.

  • Etablieren Sie die Norm, dass Teilnehmende, die nichts beitragen, das Meeting verlassen dürfen.

  • Planen Sie regelmässige zwanglose Online-Treffen, damit Arbeitsmeetings kürzer und seltener werden.

Mit diesen Tipps zur Organisation und Moderation von Remote-Meetings werden Ihre Teambesprechungen zu einem effizienten Kommunikationsforum statt zu einem zeitraubenden Ärgernis.

Hilfsbereites Management

Erste Anzeichen von Stress und drohendem Burnout sind oft nur im persönlichen Kontakt erkennbar. Manager:innen von Remote-Teams sollten vorsorglich handeln, um negative Auswirkungen zu verhindern.

Konkrete Präventionsmassnahmen sind zum Beispiel:

  • Das Arbeitsvolumen aller Mitarbeiter:innen im Blick behalten

  • Realistische Abgabefristen setzen

  • Freizeitaktivitäten fürs Team einplanen

  • Mitarbeiter:innen ermutigen, Auszeiten und Ferien zu nehmen

  • Achten Sie selbst auf eine gesunde Work-Life-Balance, damit Mitarbeitende keinen Druck verspüren, ständig weiterzuarbeiten.

Wenn Sie Ihre Mitarbeiter:innen dabei unterstützen, eine gesunde Work-Life-Balance zu halten, sind sie produktiver und bleiben vermutlich länger bei Ihnen.

Flexible Arbeit zur Bindung globaler Top-Talente

Menschen schätzen Flexibilität, Remote-Arbeit, asynchrone Zeiten und Freiheit. Richten Sie Abläufe auf Remote-Arbeit aus, kommen Sie Mitarbeitenden in diesen Punkten unkompliziert entgegen – und steigern gleichzeitig Produktivität, Kundenbetreuung, Transparenz und Verantwortungsbewusstsein.

Flexible Arbeit – eine Top-Priorität für Remote-Kräfte

Flexibilität, also die Freiheit, wo, wie und wann man arbeiten möchte, steht für viele Mitarbeiter:innen ganz oben auf der Prioritätenliste.

Dieser Wunsch ist besonders ausgeprägt bei Frauen und jüngeren Mitarbeiter:innen, wie unser Global Benefits Report zeigt. Frauen übernehmen oft mehr Aufgaben zu Hause und benötigen deshalb flexibelere Tagesgestaltung. Junge Menschen sind mobiler und wollen Arbeit und Leben nach ihren Vorstellungen gestalten und sich zugleich beruflich entwickeln.

Unser Global Benefits Report bestätigt, wie wichtig flexible Arbeitsbedingungen für Remote-Mitarbeitende und global verteilte Teams sind.

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Diese Zahlen sind nicht nur relevant für Recruiting und Vergütungsstrukturen.

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Sie lassen sich gezielt nutzen, um die Abwanderung Ihrer Leistungsträger:innen zu verhindern. Finden Sie heraus, was die wichtigsten Leistungsträger:innen in Ihrem Unternehmen motiviert, und setzen Sie dort an. Damit erhöhen Sie die Chancen, dass sie länger bleiben und zeigen zugleich, dass Ihnen Ihr Team wichtig ist.

Klar definierte Karrierepfade, leistungsorientierte Gehaltssteigerungen und flexiblere Arbeitsbedingungen sind meist kostengünstiger als der Verlust wichtiger Teammitglieder und die Suche nach Ersatz.

Flexible Arbeit – eine Top-Priorität für 29% aller Beschäftigten

Von Flexibilität profitieren nicht nur wenige, sondern viele Mitarbeiter:innen.

Flexiblere Firmen reagieren schneller in Krisen und ergreifen neue Chancen schneller. Die Frage lautet: Wie bieten Sie die gewünschte Flexibilität? Für viele entscheidet flexible Arbeit über die Annahme eines Jobangebots oder das Bleiben beim Arbeitgeber. Flexibilität ist für 29% aller Beschäftigten eine zentrale Priorität, in bestimmten Gruppen jedoch höher: Bei selbstständigen Auftragnehmer:innen ist sie am wichtigsten (38%), bei der Gen Z auf Rang drei (35%) und bei Frauen auf Rang vier (32%).

Bieten Sie Arbeitsbedingungen, die Top-Talente wünschen

69% der Arbeitgeber geben an, flexible Arbeitsbedingungen anzubieten, doch nur 47% der Beschäftigten sagen, sie bekämen diese tatsächlich.

Zwischen der gewünschten Flexibilität und der wahrgenommenen Realität besteht oft eine grosse Lücke. Gründe können unterschiedliche Vorstellungen von Flexibilität bei Führungskräften und Mitarbeiter:innen sein oder ein Ungleichgewicht in den Arbeitsbedingungen. Was auch immer der Grund ist: Beschäftigte wünschen sich mehr Flexibilität, und Firmen sollten das ernst nehmen, wenn sie nicht riskieren wollen, wertvolle Mitarbeitende zu verlieren. Diese Diskrepanz erklärt teilweise die Unzufriedenheit vieler Beschäftigter und die hohen Fluktuationsraten, aber auch die Frustration bei Arbeitgebern, die zwar versuchen, flexibel zu sein, aber kaum Wirkung erzielen.

Selbstbestimmung – der unterschätzte Faktor für Mitarbeiter:innenbindung

Vertrauen und Selbstbestimmung gehören zu den wichtigsten Zufriedenheitsfaktoren am Arbeitsplatz. Wie integrieren Sie sie in Ihre Kultur?

Drei Dinge sind zentral: Transparenz, Kommunikation und Unterstützung. Funktionieren diese Elemente gut, schaffen Sie psychologische Sicherheit. Ihre Mitarbeiter:innen fühlen sich in ihren Rollen wohl und können ihr Potenzial entfalten.

So schaffen Sie tatsächlich flexible Arbeitsbedingungen

Flexible Arbeit sollte nicht zulasten von Teamzusammenhalt oder Karrierechancen gehen. Wenn Remote-Mitarbeitende Flexibilität geniessen, während andere Lohnerhöhungen und Beförderungen erhalten, fühlen sie sich benachteiligt und suchen eventuell anderswo.

Im Vergleich betrachten 45% der vor Ort arbeitenden Angestellten Telearbeit als ein erstklassiges Benefit (fast so wichtig wie Kernelemente wie Krankenversicherung und bezahlte Ferien). Die Schlussfolgerung für globale Arbeitgeber ist klar: Solange Top-Talente mit den flexiblen Arbeitsbedingungen zufrieden sind, gilt das Gesamtpaket an Benefits als attraktiv.

Wie kann Ihr Unternehmen sowohl Flexibilität als auch Produktivität bieten und so hervorstechen?

Remote macht zum Beispiel das gesamte Company Handbook öffentlich zugänglich.

Walk the walk

Führungskräfte sollten offen damit umgehen, Ferien zu nehmen und „nichtlineare Arbeitstage“ zu leben, damit Mitarbeitende ermuntert werden, dasselbe zu tun.

Judge results and not hours

Bei Leistungsbeurteilungen sollten Sie die Resultate bewerten, nicht die Anzahl der Online-Stunden.

Lean into public channels and documentation

Niemand ist zu hochgestellt, um Arbeit, Meetings und Pläne zu dokumentieren!

Set a minimum PTO instead of a maximum

Unbegrenzte Ferien können stigmatisiert sein; eine Mindestanzahl zu setzen, kann Mitarbeitende ermuntern, mehr Tage zu nehmen und Burnout zu vermeiden.

Transparenz und Vertrauen in globalen Remote-Teams fördern

Remote-Teams funktionieren am besten, wenn alle informiert sind. Das schafft ein Gefühl der Zusammengehörigkeit, getragen von Transparenz – vor, während und nach Projekten.

Definieren Sie einen klaren Projektrahmen und formulieren Sie konkrete Erwartungen

Wenn jemand den Projektstand prüfen will, sollte die Dokumentation unternehmensweit abrufbar sein. Und wenn detaillierte Informationen benötigt werden, sollten auch diese verfügbar sein.

Lassen Sie die Mitarbeiter:innen ihren Arbeitstag selbst gestalten

Manche Menschen arbeiten nachts besser, andere frühmorgens. Wieder andere bevorzugen kurze, konzentrierte Arbeitseinheiten. Wenn alle sorgfältig dokumentieren und effizient kommunizieren, lassen sich diese Arbeitsstile gut vereinen.

Aufzeichnen, aufschreiben, informieren

Halten Sie alle stets auf dem Laufenden, unabhängig von Standort und Zeitzone. Nutzen Sie Videoaufzeichnungen von Meetings und regelmässige Updates in offenen Kanälen wie Slack. Taggen Sie Mitarbeitende häufig und etablieren Sie eine Kultur, in der Benachrichtigungen gelesen werden, wenn Zeit dafür ist. So müssen Mitarbeitende nicht ständig am Computer präsent sein.

Kommunizieren Sie in offenen Foren

Ihre Kommunikationskanäle müssen transparent, durchsuchbar, verfügbar und zugänglich sein. Kommunizieren Sie nicht über private Nachrichten, sondern in offenen Slack-Kanälen oder Notion-Seiten und taggen Sie die betroffenen Personen. So können alle die benötigten Informationen leicht finden.

Fördern Sie persönliche Beziehungen mit einem Online-Freizeitangebot

Warum wertvolle Arbeitszeit für Dinge einsetzen, die asynchron erledigt werden können? Bieten Sie Ihren Teammitgliedern einen sicheren Raum für Probleme und Feedback; nutzen Sie 1:1s und Teamzeit für persönliches Kennenlernen, Online-Spiele und ungezwungene Gespräche. Gemeinsames Arbeiten funktioniert auch über Dokumentation – dafür muss nicht jede:r gleichzeitig online sein.

Zeigen Sie Respekt

Respektieren Sie Zeitzonen, bevorzugte Arbeitszeiten und das Feedback Ihrer Mitarbeiter:innen. Seien Sie offen für Verbesserungen und Tests. Aufmerksame Führungskräfte geben Mitarbeitenden Mitspracherecht; das ermöglicht eine gesunde Work-Life-Balance und fördert Spitzenleistungen.