Index zur elterlichen Life‑Work‑Balance

In welchem Staat lässt sich am geeignetsten eine Familie gründen? Unsere Untersuchung zeigt, in welchen Ländern die Bedürfnisse von Eltern bei der Vereinbarkeit von Beruf und Familie Priorität haben.

Was versteht man unter elterlicher Life‑Work‑Balance?

Life‑Work‑Balance (ja, so lautet der Begriff) bezeichnet ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Privat‑ und Berufsleben. Es handelt sich um ein Konzept, das sicherstellt, dass Sie Ihre beruflichen Aufgaben effizient erfüllen und Berufserfolg erzielen können, ohne Zeit für Familie, Hobbys und persönliche Verpflichtungen zu verlieren.

Viele berufstätige Eltern werden Ihnen bestätigen, dass Kindererziehung eine eigenständige, anspruchsvolle Aufgabe ist und dass es gerade in den ersten Lebensjahren eines Kindes herausfordernd sein kann, Betreuungspflichten und Beruf zu vereinen. Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf würdigt diese Realität und betont die Bedeutung gezielter Unterstützung für berufstätige Familien.

Die Vereinbarkeit von Elternschaft und Beruf umfasst zahlreiche Komponenten, die über gesetzliche Bestimmungen wie Mutterschafts‑ und Vaterschaftsurlaub hinausgehen. Neben dem gesetzlichen Urlaub und der Lohnfortzahlung sind vor allem Betreuung, Bildung, Gesundheitsversorgung und Lebenshaltungskosten für Eltern von zentraler Bedeutung.

Bei ATS treten wir entschieden für eine ausgewogene Life‑Work‑Balance ein. Dieses Gleichgewicht zu bewahren, ist entscheidend, um Burnout vorzubeugen, die Produktivität zu erhöhen und letztlich eine zufriedene, gesunde Belegschaft zu sichern.

Wir berücksichtigten verschiedene Faktoren, die berufstätige Eltern betreffen – etwa Richtlinien zum Elternurlaub, gesetzliche Urlaubsdauer, Kinderbetreuungskosten und Zugang zur Gesundheitsversorgung – und analysierten daraufhin 20 weltweit bedeutende Länder, um zu bewerten, welche Staaten Elternrechte anerkennen und Familien Vorrang einräumen.weltweit führenden Länder in Bezug auf die Vereinbarkeit von Elternschaft und Berufanalysiert und bewertet, welche Länder die Rechte von Eltern anerkennen und die Familie an erste Stelle setzen.

Top‑20 der Länder mit der besten Vereinbarkeit von Beruf und Familie für Eltern

Wir wählten 20 führende Staaten anhand ihrer Bevölkerungsgröße und ihrer globalen wirtschaftlichen Bedeutung aus und bündelten Daten zu diversen familienrelevanten Faktoren, um die Leistung jedes Landes in den einzelnen Kategorien zu bewerten. Anschliessend vergaben wir für jedes Land einen Gesamtindex und ordneten die 20 Staaten von besonders familienfreundlich bis weniger familienfreundlich ein.

Zentrale Erkenntnisse

  • Die nordischen Staaten erzielen bei der Vereinbarkeit von Beruf und Familie beeindruckende Resultate: Norwegen, Schweden und Dänemark belegen die Spitzenplätze in unserer 20‑Länder‑Auswertung.

  • Europa ist der Kontinent mit der umfangreichsten Unterstützung für berufstätige Familien: Acht der zehn besten Staaten liegen in Europa.

  • Spanien und Polen rangieren bei Mutterschafts‑ und Vaterschaftsregelungen weit vorne, gemessen an durchschnittlicher Dauer und Höhe der Bezahlung.

  • Neuseeland führt unseren Global Work‑Life Balance Index für 2023 an und belegt in dieser Auswertung zudem einen starken fünften Platz für seine elternfreundlichen Regelungen.

  • Mit einem Indexwert von 60,06 von 100 verpasst Grossbritannien nur knapp die Top‑10; die hohen Kinderbetreuungskosten tragen zu diesem Abschneiden bei.

  • Die Vereinigten Staaten schneiden in unserem Index am schlechtesten ab: Es fehlt ein gesetzlicher Urlaubsanspruch, und ein komplexes Gesundheitssystem benachteiligt häufig einkommensschwächere Familien.

Gesamtindex

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1. Norwegen

Gesamtindexwert: 79,57

So strahlend wie die Nordlichter über diesem skandinavischen Land, liegt Norwegen an der Spitze unserer Rangliste mit einem Gesamtindex von 79,57. Die Arbeitskultur dort betont Gleichstellung und eine ausgeprägte Life‑Work‑Balance. Viele Betriebe bieten flexible Arbeitszeitmodelle und unterstützen Remote‑Arbeit.

Norwegen verfügt nicht nur über eine der grosszügigsten Elternurlaubsregelungen weltweit (arbeitende Mütter erhalten 54 Wochen bezahlten Mutterschaftsurlaub), sondern investiert auch überdurchschnittlich in familienbezogene Zusatzleistungen. Trotz hoher Lebenshaltungskosten bietet das Land ein universelles Gesundheitssystem und einen vergleichsweise umfangreichen Jahresurlaubsanspruch.

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2. Schweden

Gesamtindexwert: 78,01

Schweden, das eine rund 1.600 km lange Grenze zu Norwegen hat, liegt bei familienfreundlichen Rahmenbedingungen knapp dahinter. Das Wohlbefinden am Arbeitsplatz hat hier hohen Stellenwert – viele Unternehmen bieten sogenannte „Wellness‑Zuschüsse“ – und die schwedische Arbeitskultur ist durch Offenheit, Vertrauen und flache Hierarchien geprägt.

Schweden zählt zu den Spitzenreitern in Sachen Kinderbetreuung: Kein anderes Land investiert prozentual mehr vom BIP in Vorschulerziehung, und gleichzeitig sind die Kosten für Betreuung vergleichsweise erschwinglich. Zudem fördert das Land die Gleichstellung der Geschlechter in seinen Regelungen zum Elternurlaub und war 1974 Vorreiter bei der Einführung eines geschlechtsneutralen Elternurlaubs.

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3. Dänemark

Gesamtindexwert: 77,23

Dänemark bestätigt, dass Skandinavien einen hohen Standard bei der Unterstützung von Eltern am Arbeitsplatz setzt und komplettiert die Top‑3 in unserem Index. Die dänische Haltung zur Arbeit – Ergebnisse sind wichtiger als Arbeitsort oder -zeit – trägt zum hohen Wohlbefinden bei.

Wie unser früherer European Life‑Work Balance Index gezeigt hat, ist die Vereinbarkeit von Leben und Arbeit in Dänemark ein zentraler Bestandteil der Arbeitskultur. Die Dänen haben einen grosszügigen gesetzlichen Urlaubsanspruch, und öffentliche Ausgaben für Kinderbetreuung, Zusatzleistungen und Vorschulerziehung liegen über dem Durchschnitt vieler anderer Staaten.

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4. Spanien

Gesamtindexwert: 72,62

Spaniens hohe Platzierung im Global Work‑Life Balance Index 2023 erstaunt nicht: Das Land setzt auf eine Unternehmenskultur, die Wohlbefinden betont – ganz zu schweigen von rund 3.000 Sonnenstunden im Jahr. Viele Menschen pflegen nach wie vor eine Siesta zur Erholung.

Kein anderes Land in unserem Index bietet eine so grosszügige kombinierte Mutter‑ und Vaterschaftsregelung (12 Wochen bezahlter Vaterschaftsurlaub). Zudem machen die vergleichsweise niedrigen Lebenshaltungskosten Spanien zu einem erschwinglichen Ort für Familiengründung; auch der gesetzliche Jahresurlaubsanspruch gehört zu den grosszügigsten in Europa.

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5. Neuseeland

Gesamtindexwert: 71,76

Das bestplatzierte Land ausserhalb Europas ist die Antipoden‑Nation Neuseeland. Neuseeland wird häufig als eines der schönsten Länder gewertet und führte 2023 unseren Global Work‑Life Balance Index an; in dieser Studie belegt es einen starken fünften Platz dank des ausgewogenen Verhältnisses von Arbeitsanforderungen und Lebensqualität. gewählt wurde, rangiert auch auf Platz 1 in unserem globalen Index 2023 für seine gesunde Harmonie zwischen Leben und Arbeit. Harte Arbeit ist eine Voraussetzung für die neuseeländische Unternehmenskultur, aber genauso wichtig ist es, sich Zeit für andere Dinge als die Arbeit zu nehmen.

Obwohl Kinderbetreuung dort oft kostspielig ist, zählt Neuseeland zu den Ländern mit einem der höchsten Mindestlöhne weltweit. Es gilt zudem als sehr sicheres Land, was es besonders familienfreundlich macht. Neuseeländer:innen – oft Kiwis genannt – profitieren ausserdem von einem grosszügigen Jahresurlaubsanspruch und hohem Wohlbefinden.

Leitfaden zur Beschäftigung in Neuseeland
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6. Polen

Gesamtindexwert: 70,26

Polen ist zwar für eine eher hierarchische Unternehmenskultur bekannt, bietet aber eine der kostengünstigsten Lebenshaltungen für Familien: niedrige allgemeine Lebenshaltungskosten, erschwingliche Betreuungspreise und einen vergleichsweise hohen staatlichen Beitrag zu familienbezogenen Zusatzleistungen.

Neben relativ grosszügigen gesetzlichen Mutterschafts‑ und Vaterschaftsregelungen können Eltern in Polen bis zu 32 Wochen Elternurlaub teilen. Es ist jedoch wichtig zu wissen, dass das Land gleichgeschlechtliche Paare oft nicht vollständig anerkennt und daher vielen LGBTQIA+ Eltern nicht dieselben Rechte gewährt.

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7. Italien

Gesamtindexwert: 66,90

Viele bewundern den italienischen Lebensstil: exzellente Küche, ein reiches kulturelles Erbe und meist angenehmes Klima. In Italien hat die Familie einen hohen Stellenwert; enge familiäre Bindungen und gemeinsame Zeit sind dort sehr wichtig.

Die Arbeitskultur in Italien ist oft hierarchisch und von einer „Work‑hard, play‑hard“‑Mentalität geprägt. Aufgrund vergleichsweise niedriger Lebenshaltungskosten und erschwinglicher Betreuungsangebote ist das Land jedoch insgesamt relativ familienfreundlich. Eltern in Italien können neun Monate Urlaub in Anspruch nehmen; drei Monate stehen jedem Elternteil zu, die verbleibenden drei Monate lassen sich unter den Elternteilen aufteilen.

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8. Frankreich

Gesamtindexwert: 66,43

Wie die Italienerinnen und Italiener wissen auch die Französinnen und Franzosen, wie man das Leben geniesst. Frankreich legt viel Wert auf kleine, angenehme Momente; zugleich gehört es zu den Ländern mit einer der kürzesten durchschnittlichen Arbeitswochen in Europa, was die Work‑Life‑Balance stärkt.

Frankreich gewährt den grosszügigsten gesetzlichen Jahresurlaubsanspruch aller in unserer Liste genannten Länder und leistet ausserdem den höchsten finanziellen Beitrag zu familienbezogenen Zusatzleistungen; dies wird jedoch durch relativ hohe Lebenshaltungskosten und erhebliche Kinderbetreuungskosten teilweise ausgeglichen.

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9. Deutschland

Gesamtindexwert: 65,57

Als eines der grössten und bevölkerungsreichsten Länder Europas wird der deutsche Arbeitsgeist oft mit Präzision und Pragmatismus assoziiert. Diese Eigenschaften prägen die Unternehmenskultur – die durchschnittliche Wochenarbeitszeit liegt über der mancher Nachbarstaaten – dennoch ist Deutschland gut auf die Bedürfnisse berufstätiger Familien eingestellt.

Insbesondere Deutschland investiert einen beträchtlichen Anteil seines BIP in familienbezogene Zusatzleistungen, und die Kosten für Kinderbetreuung sind im Vergleich zu Ländern wie Frankreich oder dem Vereinigten Königreich relativ moderat. Es existiert kein einheitliches staatlich finanziertes Gesundheitssystem; die Mehrheit der Bevölkerung ist jedoch in einer gesetzlichen Krankenversicherung versichert.

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10. Japan

Gesamtindexwert: 61,85

Die höchstplatzierte asiatische Nation in unserer Liste schliesst die Top‑10 ab. Die japanische Unternehmenskultur ist häufig von starker Berufsorientierung und langen Arbeitszeiten geprägt, was erklärt, warum das Land im Global Life‑Work Balance Index 2023 nur Rang 38 von 60 erreichte. Japan zeichnet sich oft durch ein extremes Engagement für die eigene Karriere aus - lange Arbeitszeiten sind keine Seltenheit -, was vielleicht der Grund dafür ist, dass das Land in unserem Global Life-Work Balance Index 2023 nicht ganz so gut abschneidet und nur auf Platz 38 der 60 untersuchten Länder landet.

Obwohl die Regelungen zu Urlaub und Elternzeit in Japan eingeschränkter sind, gilt das Land als sehr sicher für Familien. Die durchschnittlichen Lebenshaltungskosten sind moderat und die Kinderbetreuungskosten liegen unter dem Niveau vieler anderer in unserem Index gelisteter Staaten, weshalb Japan als das familienfreundlichste Land Asiens gilt.

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Warum sind elternunterstützende Regelungen so wichtig?

Für berufstätige Eltern ist es oft besonders anspruchsvoll, eine gesunde Balance zwischen Leben und Arbeit zu halten. Die Kombination aus beruflichen Verpflichtungen und Betreuungspflichten lässt häufig wenig Zeit für Erholung und Regeneration.

Fast in neun von zehn Familien ist mindestens ein Elternteil erwerbstätig. Das unterstreicht, wie wichtig es ist, dass Arbeitgeber die Rechte von Eltern am Arbeitsplatz anerkennen. Die Unterstützung von Eltern ist ein zentraler Baustein einer positiven Unternehmenskultur und hilft Unternehmen, qualifizierte Mitarbeiter:innen zu gewinnen und zu halten, die Kinder haben oder eine Familie planen.

Unternehmensrichtlinien sind zwar wichtig, doch stellen sie nur ein Puzzleteil dar. Im Zeitalter von Remote‑Arbeit können Eltern ihre Familien auch an einen anderen Wohnort verlegen, wenn dort bessere Perspektiven bestehen.

„Wir beobachten zunehmend, dass Eltern in Länder ziehen, von denen sie glauben, dass sie ihren Kindern die bestmögliche Zukunft bieten, und dabei ihre Remote jobs mitnehmen. Die Umsetzung von Richtlinien für berufstätige Eltern ist nicht länger nur eine nationale Angelegenheit, sondern auch ein Faktor bei der Gewinnung internationaler Top‑Talente.“ Barbara Matthews, Chief People Officer bei Remote.

Erschwingliche Kinderbetreuung, Investitionen in Bildung und die allgemeinen Lebenshaltungskosten sind für berufstätige Eltern von grosser Bedeutung. Verschiedene Familien wägen ihre Optionen sehr individuell ab – LGBTQIA+ Paare mit Kindern, Leihmutterschaften, Wunsch‑ und Adoptiveltern haben jeweils eigene Bedürfnisse. Ambitionierte Unternehmen, die internationale Talente gewinnen wollen, profitieren davon, wettbewerbsfähige und attraktive Regelungen für bezahlten Elternurlaub sowie umfassende Zusatzleistungen zu schaffen, die klare Bestimmungen zur Unterstützung berufstätiger Eltern enthalten.

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Warum ist die Vereinbarkeit von Beruf und Familie für Elterninnen und Eltern so bedeutsam?

Als Elternteil ist es entscheidend, einen Arbeitgeber zu haben, der Flexibilität und Unterstützung am Arbeitsplatz anerkennt; so können Sie sowohl als Mitarbeiter:in als auch als Betreuungsperson bestmögliche Leistungen erbringen. Das erleichtert die Anpassung an die Anforderungen der Kindererziehung und unterstützt, falls nötig, den Wiedereinstieg in den Beruf nach der Familiengründung. Für Arbeitgeber ist die Förderung elternunterstützender Massnahmen kein reines Nice‑to‑have, sondern ein wesentlicher Beitrag zu einer gesunden Unternehmenskultur, die vielfältige Zusatzleistungen bieten kann. Zum Beispiel:

  • Ein gesundes Gleichgewicht zwischen dem Leben und der Arbeit von Eltern kann Burnout reduzieren, da überlastete Eltern seltener aufgrund von Stress oder Krankheit ausfallen.

  • Ein ausgewogenes Familienleben kann die Produktivität steigern, weil berufstätige Eltern sich erholen können und während der Arbeitszeit in der Regel fokussierter arbeiten.

  • Unternehmen, die auf die Bedürfnisse von Eltern eingehen, können die Mitarbeiterbindungsraten verbessern, da berufstätige (und angehende) Eltern familienfreundlichen Arbeitgebern gegenüber loyaler sind.

  • Arbeitgeber, die sich für die Vereinbarkeit von Familie und Beruf engagieren, können mehr Bewerber:innen anziehen und mit inklusiven Richtlinien ein breiteres Spektrum potenzieller Mitarbeiter:innen ansprechen.

  • Unternehmen, die flexible Elternrichtlinien einführen, können die Agilität ihres Unternehmens erhöhen und rasch auf unerwartete personelle Engpässe reagieren.

  • Faire und transparente Regeln für Eltern tragen dazu bei, Vielfalt und Inklusion zu fördern, indem die Rechte der Mitarbeiter:innen unabhängig von ihrer privaten Situation respektiert werden.

    Richtlinien zur inklusiven Elternschaft sind besonders wichtig, weil nicht alle Familien der klassischen Struktur folgen. Wir vertreten die Auffassung, dass Arbeitgeber verpflichtet sind, Eltern zu unterstützen – unabhängig vom Geschlecht, der sexuellen Orientierung oder davon, ob das Kind durch Leihmutterschaft oder Adoption in die Familie gekommen ist.

    Glücklicherweise erkennen viele Staaten die Bedeutung der Rechte aller Eltern an. Länder wie Norwegen und Deutschland behandeln Adoptiv‑ und leibliche Eltern gleich; andere Staaten haben jedoch noch Nachholbedarf und gewähren LGBTQIA+ Paaren nicht dieselben Rechte.

    Unsere detaillierte Analyse der globalen Elternförderung unterstreicht die wichtige Rolle, die faire Regelungen und eine integrative Unternehmenskultur bei der Förderung der Vereinbarkeit von Beruf und Familie spielen. Es geht dabei nicht nur um grosszügigen Elternurlaub und erschwingliche Betreuungsangebote, sondern auch darum, ein Umfeld zu schaffen, in dem alle Familien Wertschätzung und Unterstützung erfahren.

    Die Komplexität des modernen Arbeits‑ und Familienlebens macht deutlich, dass der Weg zu einer zufriedeneren und gesünderen Belegschaft darin besteht, die spezifischen Bedürfnisse berufstätiger Eltern zu erkennen und zu berücksichtigen – und so einen globalen Standard für Elternunterstützung zu setzen, von dem alle profitieren.

Methodik

Wir analysierten Indexdaten für 20 führende Staaten, um zu ermitteln, welche Global Player berufstätigen Eltern die beste Vereinbarkeit von Familie und Beruf bieten. Die Auswahl der Länder erfolgte anhand von Bevölkerungsgrösse und globaler wirtschaftlicher Präsenz – Russland, China, die Ukraine und Israel blieben aufgrund aktueller soziopolitischer Umstände unberücksichtigt. Die Daten wurden im Februar 2024 erhoben. Der Index berücksichtigt die folgenden Kennzahlen:

  • Gesetzliche Mutterschafts‑ und Vaterschaftspakete (die niedrigsten) *
  • Gesetzlicher Jahresurlaub (bezahlt, Gesamtanzahl der Urlaubstage einschliesslich gesetzlicher Feiertage)*
  • Sicherheit: Global Peace Index (niedriger Wert ist besser)
  • Lebenshaltungskostenindex (niedriger Wert ist besser)
  • Kinderbetreuungskosten: Preisrangliste nach Land für Ganztags‑Vorschule (oder Kindergarten), privat, monatlich für 1 Kind
  • Öffentliche Ausgaben der OECD für Zusatzleistungen, Benefits, Sonderleistungen, in Prozent des BIP (höchster Wert)
  • Öffentliche Ausgaben der OECD für Kinderbetreuung und Vorschulerziehung, in Prozent des BIP (höchster Wert)
  • Gesundheitszustand (niedrigste Bewertung)
  • Glücksindex (höchster Wert)

Die Kennzahlen wurden mit Indexgewichten angepasst, um ihre relative Bedeutung widerzuspiegeln und jedem Land eine Gesamtnote von 100 zuzuweisen. Die Gewichtung der Indikatoren von hoch nach niedrig beziehungsweise von niedrig nach hoch ist oben angegeben. *Wenn eine Spannbreite angegeben war, wurde der Mindestbetrag verwendet.